Zwischen Hoffen und Bangen

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In diesem Jahr rätseln die heimischen Kicker wegen der Ligen-Strukturreform noch mehr über Ab- und Aufstieg. So sieht es für sie aus.

Hattingen/Sprockhövel.. In der laufenden Spielzeit müssen die heimischen Fußballer ganz besonders rechnen, ob es für Auf- oder Abstieg reicht. Die Ligen-Strukturreform sorgt für komplexe Auf- und Abstiegsregelungen. Klarheit für alle Mannschaften wird es erst geben, wenn mehrere Relegationen gespielt sind. Hier die aktuelle Situation der Hattinger und Sprockhöveler Kicker, orientiert an ihrem Tabellenstand.

Westfalenliga

Die TSG Sprockhövel belegt derzeit den fünften Tabellenplatz, und der würde in jedem Fall zum Aufstieg in die Oberliga reichen, wie Staffelleiter Alfred Link bestätigt. Mit Platz sechs könnte man ebenfalls in die Oberliga kommen, aber das hängt davon ab, wie viele vereine aus dem Verband Westfalen in der Regionalliga spielen. Ebenso wie die Chance des Siebten, einen Aufsteiger im Duell mit dem Siebten der Parallelstaffel zu ermitteln.


Landesliga Niederrhein
Die Sportfreunde Niederwenigern befinden sich auf dem 13. Platz. Und müssten mit diesem Ergebnis am Ende der Saison in die Relegation, in der sie auf den 14. der Staffel 2 und den 13. der Staffel 3 träfen, so Spielleiter Manfred Neufeld. Rutschen die Wennischen einen Rang ab, müssen die direkt in die Bezirksliga, klettern sie eine Position, haben sie den Klassenerhalt sicher.


Bezirksliga Westfalen, Staffel 14
Der SC Obersprockhövel ist als Dritter jenseits von Hoffen und Bangen. Gleiches gilt für Hedefspor auf Position sechs, auch wenn rechnerisch ein Abstieg noch möglich ist. Der TuS Hattingen als Elfter muss sich Sorgen machen. Klar ist: „Die Zehnten sind gerettet, die Zwölften müssen auf jeden Fall runter“, sagt Staffelleiter Michael Krauthausen. Werden dann noch Absteiger gesucht, entscheide das Los, wer an den Entscheidungsspielen teilnimmt. Das Los? Krauthausen weist darauf hin, dass unter den 15 Tabellenelften so viele Paarungen ausgelost werden, wie Absteiger gesucht werden. Alle nicht Ausgelosten bleiben drin, wie auch die Sieger der Entscheidungsspiele. Die Verlierer steigen ab.


Bezirksliga Niederrhein, Gruppe 3
Die zweite Mannschaft der Sportfreunde Niederwenigern wäre auf ihrem derzeitigen Tabellenplatz 13, gerettet. Rutscht man einen Platz ab, findet man sich in der Kreisliga wieder, denn es steigen in dieser Liga drei Teams ab.


Kreisliga A Bochum, Staffel 2
Die SG Welper hat als Tabellenzweiter noch Chancen auf den Aufstieg, aber nur als Meister. Der Rückstand auf Tabellenführer Weitmar 45 II beträgt bei noch drei Partien sechs Punkte, Weitmar hat nur noch zwei Begegnungen offen. Die beiden Letzten steigen ab, der Drittletzte muss vielleicht in die Relegation gegen die Drittletzten der anderen beiden Staffeln. Der TuS Blankenstein kann sich so über den Klassenerhalt freuen.


Kreisliga A Essen Süd/Ost
Der SuS Niederbonsfeld steckt mitten im Abstiegskampf. „Es können im ungünstigsten Fall fünf Absteiger werden“, sagt der Vorsitzende des Fußballkreises Essen Süd/Ost, Werner Ozdoba. Dazu würde der SuS als momentan Viertletzter also auch gehören, vier Zähler beträgt demnach der Rückstand auf einen sicheren Platz. Eine Relegation, so Ozdoba, sei im Moment nicht vorgesehen.


Kreisliga A Hagen, Staffel 2
Der Hiddinghauser FV (3.), die TSG Sprockhövel II (5.) und der SC Obersprockhövel II (8.) sicher. Hier steigt mindestens ein Team ab, im ungünstigsten Fall drei. Die Sprockhöveler sind aber alle rechnerisch nicht mehr einzuholen.

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