TuS Hattingen verschenkt den Sieg

Dominic Schimm absolvierte sein letztes Spiel für das Verbandsliga-Team des TuS Hattingen und erzielte dabei vier Tore. Foto:Volker Speckenwirth
Dominic Schimm absolvierte sein letztes Spiel für das Verbandsliga-Team des TuS Hattingen und erzielte dabei vier Tore. Foto:Volker Speckenwirth
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Hattingen. SV Westerholt -
TuS Hattingen 31:30

Mit einer knappen und unnötigen 30:31-Niederlage beim SV Westerholt beendete Handball-Verbandsligist TuS Hattingen die Saison.

„Am Ende servierten die Westerholter uns das Unentschieden noch einmal auf dem Silbertablett. Wir haben es aber nicht angenommen“, sprach TuS-Trainer Frank Osterloh die riesengroße Ausgleichsmöglichkeit in den Schlusssekunden an. Da eroberten die mit Manndeckung ihre letzte Chance suchenden TuS-Spieler noch einmal den Ball und stürmten mit zwei Spielern dem 31:31 entgegen. Doch anstatt den einzigen noch verbliebenen Abwehrspieler mit einem sauberen Abspiel ins Leere laufen zu lassen, wurde der Ball vertändelt.

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass die TuSler den Sieg ein wenig verschenkt haben. „Bei unseren Gegenstößen fehlte der exakte letzte Pass. Und dass wir auch noch vier Siebenmeter ausgelassen haben, spielte natürlich auch eine Rolle. Überhaupt haben wir zu viele technische Fehler gemacht und auch zu schlecht geworfen“, nannte Frank Osterloh gleich mehrere Gründe für die Niederlage gegen einen Gegner, der auf den Einsatz von Spielertrainer Philipp Jacob verzichtete und selbst schon für die neue Saison experimentierte.

Schimm gibt seinen Ausstand

So gab es zum Saisonabschluss noch einmal ein Spiel, in dem den Akteuren beider Teams der Wille zum Erfolg anzusehen war. Doch außer dem Tempo, dass beide Mannschaften an den Tag legten, war von Verbandsliganiveau nicht viel zu sehen. Die Gastgeber wechselten munter durch. Und der TuS versuchte vergeblich, das Fehlen von wichtigen Spielern wie Linus Grossmann, Jakob Jäger, Jannis Stecken und Martin Ebel zu kompensieren. Ein Sonderlob bekam lediglich Torwart Sascha Monjé, der nach rund 20 Minuten für Sven Wulf eingewechselt wurde und „uns im Spiel gehalten hat“, so Osterloh.

So richtig weh tat der doppelte Punktverlust den Hattingern allerdings nicht. Verständlicherweise stand die Freude über eine gelungene Saison mit dem frühzeitig feststehenden Klassenerhalt im Vordergrund. Die verdiente feucht-fröhliche Fete hatte ja schon in der Vorwoche nach dem letzten Heimspiel stattgefunden. Und jetzt zum Abschluss gab es dann erneut eine richtige Sause. Dominic Schimm hatte nach seinem letzten Spiel für das Verbandsligateam die Spieler und deren Frauen eingeladen, um seinen Ausstand zu geben. „Dodo“ ließ sich, nicht lumpen und fuhr – wie auch schon zuvor im Spiel mit vier Toren – noch einmal mächtig auf.

„Spielfilm“: 3:3, 6:6, 9:6, 10:9, 12:12, 15:14 (Hz.), 18:18, 20:18, 23:23, 25:26, 28:28, 30:30, 31:30.
TuS: Monjé, Wulf; Jonas Jäger (1), Zaghow (1), Schmitz (5), Dolata (1), Sinnemann (5/3), Schäffer (1), Kilfitt (5), Osterloh (7/1), Schimm (4).

 
 

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