TuS Hattingen beseitigt letzte Zweifel

Der TuS Hattingen war nicht zu halten. Hier ist Dominic Schimm (l.) den Oberadenern enteilt.
Der TuS Hattingen war nicht zu halten. Hier ist Dominic Schimm (l.) den Oberadenern enteilt.
Foto: Socrates Tassos/FUNKE Foto Servi
Das Team um Trainer Frank Osterloh knackt die 40 Tore-Markegegen den SuS Oberaden. Der 40:24-Erfolg bedeutet den sicheren Klassenerhalt.

Mit einem lauten Knall fegte der TuS Hattingen auch die letzten theoretischen Zweifel beiseite und sicherte sich durch einen grandiosen 40:24-Heimsieg über den SuS Oberaden den Erhalt der Verbandsliga. Die Hattinger begeisterten ihren Anhang von der ersten bis zur letzten Minute und durchbrachen als überaus verdiente Belohnung am Ende durch Matthias Sinnemann sogar noch die 40-Tore-Schallmauer.

Hattingens Trainer Frank Osterloh strahlte unmittelbar nach dem Abpfiff über das ganze Gesicht. „Wir haben heute gezeigt, dass wir sehr guten Handball spielen können. Dabei hat mich ganz besonders gefreut, dass wir in allen zwischenzeitlich aufgebotenen Mannschaftskombinationen voll überzeugen konnten. Wir haben überragend gedeckt und 60 Minuten lang einen tollen Tempohandball gespielt. Und dass am Ende auch noch der endgültige Ligaerhalt dabei heraussprang, ist natürlich umso schöner“, sagte der glückliche TuS-Coach.

Schon in den ersten Minuten, die die Hattinger wahrlich nicht mit ihrer Stammsieben begannen, zeigte das TuS-Team, wer in der Kreissporthalle das Sagen hatte. Nach gerade einmal gut zwei Minuten führten die Hausherren bereits mit 3:0. Die Jungs von Frank Osterloh legten einen Blitzstart hin und erinnerten die Oberadener prompt an das Hinspiel, in dem die Hattinger Ende November in beeindruckender Manier mit 39:27 bereits beide Punkte entführt hatten. Die Hattinger ließen sich in der Folgezeit auch durch einige schwache Torabschlüsse und dem irren Tempo geschuldeten Fehlabgaben nicht aus dem Rhythmus bringen. Nach einer Viertelstunde lag der TuS schon mit 11:4 vorne, obwohl der SuS zu diesem Zeitpunkt schon den Torhüter gewechselt hatte. Eine solche Maßnahme kam an diesem Sonntagabend für Frank Osterloh nicht in Frage. Denn vom Anpfiff an war sein Keeper Sven Wulf hellwach. Der Hattinger Torhüter erwischte, bestens unterstützt von einer famosen Deckung, einen wahren Glanztag. Mit seiner stoischen Ruhe und glänzenden Reflexen zog der Schlussmann den SuS-Angreifern um Sebastian Pohl und Bastian Stennei schon früh den Zahn. Der 21:14-Vorsprung zur Pause unterstreicht die hohe Überlegenheit des TuS gegen überforderte Oberadener.

Auch nach dem Wiederanpfiff ließen die Gastgeber nicht locker. Schon nach 37 Minuten wurde der Vorsprung beim 25:15 erstmals zweistellig. „Da haben sie sich dann auch wohl aufgegeben“, sagte Hattingens Trainer Frank Osterloh, der selbst allerdings seine Jungs immer wieder lautstark nach vorne peitschte und auch in der Rückwärtsbewegung bis zum Abpfiff volles Engagement einforderte. Am Ende waren es Matthias Sinnemann (3) und Phillip Zaghow (2), die nach dem 35:20 mit fünf Toren in den letzten sieben Minuten die 40 noch vollmachten.

Da passte es an diesem schönen Handballabend so recht ins Bild, dass Felix Osterloh nach seinem monatelangen Auslandsaufenthalt sein Comeback feiern konnte. Der Trainersohn fand bei einigen Kurzeinsätzen auf Anhieb wieder prima ins Spiel und gefiel neben seiner starken Abwehrleistung auch durch haarscharfe Pässe und drei blitzsaubere Tore.

„Spielfilm“: 3:0, 6:3, 11:4, 13:8, 17:10, 21:14 (Hz.), 25:15, 30:18, 35:19, 38:22, 40:24

TuS: Wulf, Monje; Jonas Jäger (3), Jakob Jäger (2), Zaghow (3), Schmitz (1), Sinnemann (10/3), Schäffer (1), Kilfitt (5), Ebel (3), Osterloh (3), Schimm (5), Stecken (4).

 
 

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