TSG gegen Borussia Dortmund ohne Chance

Adrian Wasilewski bei einem der seltenen TSG-Vorstöße. Später reihte sich der Mittelfeldspieler in die Abwehrkette der Sprockhöveler ein. Foto:Volker Speckenwirth
Adrian Wasilewski bei einem der seltenen TSG-Vorstöße. Später reihte sich der Mittelfeldspieler in die Abwehrkette der Sprockhöveler ein. Foto:Volker Speckenwirth
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  • Tabellenführer gewinnt mit 4:0
  • Schon nach 18 Minuten ist alles entschieden
  • TSG-Torwart Robin Benz verletzt

Sprockhövel. TSG Sprockhövel -
Borussia Dortmund U23 0:4

Völlig chancenlos war Regionalliga-Aufsteiger TSG Sprockhövel im Spiel gegen die U 23 von Borussia Dortmund. Der Tabellenführer setzte sich im Hagener Ischeland-Stadion vor 3 000 Zuschauern mit 4:0 durch.

Von fünf Saisonspielen hat die TSG jetzt zwei verloren. Die allerdings sehr deutlich. Im Auswärtsspiel gegen Rot-Weiss Ahlen gab es bekanntlich eine 0:5-Packung, wobei sich die Sprockhöveler in Ahlen aber deutlich besser schlugen als jetzt gegen die Dortmunder Borussia.

Im Prinzip war die Partie schon nach 18 Minuten entschieden. Eigentlich sogar noch früher – nämlich nach neun Minuten. Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten Massih Wassey und Michael Eberwein für die Gäste schon eine 2:0-Führung herausgeschossen. In der 18. Minute ließ dann Dortmunds Torjäger Hamadi Al Ghaddioui noch das 3:0 folgen. Die Sprockhöveler hatten bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch keine Bindung zum Spiel gefunden. Hilflos taperten sie durch den eigenen Strafraum, dabei bereiteten die Dortmunder ihre Tore mit einfachsten Mitteln vor. Oft lupften sie den Ball einfach hinter die Sprockhöveler Abwehr-Kette und kamen kurz darauf fast unbedrängt zum Abschluss. Und schnell wurde klar, dass die Dortmunder über große individuelle Klasse verfügen. Klare Chancen gegen die TSG hatten in dieser Saison nämlich auch schon der SV Rödinghausen und Alemannia Aachen, doch im Gegensatz zu diesen beiden Mannschaften nutzte der BVB seine Möglichkeiten.

Allerdings leisteten die Sprockhöveler bei den Gegentreffern auch fleißig Schützenhilfe, was Trainer Andrius Balaika natürlich nicht gefallen hatte. „Klar, Dortmund hat eine hervorragende Mannschaft, doch solche Anfängerfehler wie wir sollte man sich nicht leisten.“ Doch dann schaute Balaika schon wieder nach vorne und bemühte sich, seine Mannschaft aufzubauen. „Heute war auch nicht alles schlecht“, sagte der Litauer.

Gut war zum Beispiel die Leistung von Torwart Sven Möllerke, der in der 23. Minute für den verletzten Robin Benz ins Spiel kam. Benz zog sich eine Verletzung am Sprunggelenk zu und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo es leichte Entwarnung gab. Gebrochen ist wohl nichts, aber man hatte wirklich kein gutes Gefühl, als Benz vom Platz geführt wurde.

In der ersten Halbzeit versuchten die Sprockhöveler, auch noch einige Nadelstiche in der Offensive zu setzten. Klare Chancen gab es allerdings nicht, dafür eine paar halbe durch Christian März, Cedric Mwondo, Tim Dudda oder Max Claus, der nach einer Flanke von Christian März allerdings hoch über das Tor köpfte.

In der zweiten Halbzeit bemühten sich die Sprockhöveler dann um Schadensbegrenzung. Adrian Wasilewski zog sich nun weit zurück und machte aus der Viererkette mit Tim Oberdorf, Cedric Mwondo, Finn Heiserholt und Felix Gremme einer Fünferkette. Und nur kurz davor bildeten Emre Demir, Christian März, Tim Dudda und Christopher Antwi-Adjej eine Viererkette, nur Max Claus war noch halbwegs offensiv ausgerichtet. Ein weiteres Tor schossen die Dortmunder aber dennoch, in der 55. Minute kamen sie zum 4:0 durch Hamadi Al Ghaddioui, der so im fünften Spiel seinen siebten Treffer erzielte.

Keine Frage, die Dortmunder dürften einen der besten Stürmer der Liga haben. Und sie haben auch einen treuen Anhang. Etwa 1 200 BVB-Fans standen im Gästeblock und trieben ihre Mannschaft mit lautstarken Gesängen nach vorne. Das war klasse. Nicht so toll war allerdings, dass im Gästeblock oft dunkle Rauchwolken aufstiegen, weil immer wieder gezündelt wurde.

Tore: 0:1 Massih Wassey (7.) 0:2 Michael Eberwein (9.), 0:3, 0:4 Hamadi Al Ghaddioui (18., 55.).
TSG: Benz (23. Möllerke), Oberdorf, Heiserholt, Mwondo, Gremme, Wasilewski, Dudda, Demir (70. Cin), Antwi-Adjej, März, Claus (75. Bukowski).
BVB U23: Bonmann, Camoglu, Dieckmann, Wassey, Mainka,Dietz, Eberwein (65. Arweiler), Karazor, Al Ghaddioui (77. Ozbolt), Hober, Sauerland (72. Hanke).
Schiedsrichter: Florian Visse.
Zuschauer: 3 000

 
 

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