TSG fährt zum Duell der Aufsteiger

Sprockhövels Mittelfeldspieler Adrian Wasilewski hat sich eine schwere Rippenprellung zugezogen. Ein Einsatz in Bonn kommt als nicht in Frage. Wahrscheinlich wird Wasilewski sogar länger fehlen. Foto:Micha Korb
Sprockhövels Mittelfeldspieler Adrian Wasilewski hat sich eine schwere Rippenprellung zugezogen. Ein Einsatz in Bonn kommt als nicht in Frage. Wahrscheinlich wird Wasilewski sogar länger fehlen. Foto:Micha Korb
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  • Bonner SC enorm heimstark
  • Adrian Wasilewski fällt aus
  • Innenverteidigung mit Meister und Budde

Sprockhövel.  Es hat schon einige Zeit gebraucht, ehe die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten TSG Sprockhövel wussten, wie sie denn dieses 3:3 vom Vorsonntag gegen den SC Wiedenbrück einordnen sollten. Trainer Andrius Balaika hat sich aber inzwischen festgelegt. „Weil wir schon mit 0:3 hinten lagen, war es ein Punkt für die Moral“, sagt der Litauer vor dem Auswärtsspiel gegen den Bonner SC, das am Samstag um 14 Uhr im Sportpark Nord (Kölnstraße 250) angepfiffen wird.

Balaika ist sich darüber bewusst, dass die Partie auch ein ganz böses Ende hätte nehmen können. Denn wenn man nach einem 0:3-Rückstand noch den Ausgleich erzwingen will, dann kann es auch eine richtige Klatsche geben. Wenn man das bedenkt, dann hat das Spiel für die Sprockhöveler also noch ein gutes Ende genommen, auch wenn der eine Punkt im Kampf um den Klassenerhalt nicht wirklich hilft.

Jetzt geht es also gegen den Bonner SC. Der Aufsteiger aus der Oberliga Mittelrhein hat zuletzt deutlich mit 1:5 gegen Rot-Weiß Oberhausen verloren, und zuvor unterlagen die Rheinländer auf eigenem Platz der SG Wattenscheid 09 mit 2:3. Sprockhövels Trainer ist aber bemüht, diese Ergebnisse ins rechte Licht zu rücken. „Gegen Wattenscheid haben die Bonner mit 2:0 geführt, und gegen Oberhausen waren sie lange die Mannschaft, die das Spiel bestimmt hat“, sagt Balaika, der die Qualitäten des Gegners vor allem in der Offensive sieht.

Raoul Meister dosiert das Training

Auf Sprockhövels Abwehr kommt also viel Arbeit zu. Oder besser gesagt: Die komplette Mannschaft muss nach den drei Gegentoren gegen Wiedenbrück ihr Defensivverhalten verbessern. Im Zentrum wird es die TSG wohl wieder mit den Innenverteidigern Raoul Meister und Jan-Nicklas Budde angehen, um auch für ein bisschen Kontinuität zu sorgen. Denn auf diesen Positionen hat es schon einige Wechsel gegeben - da gab es bei­spielsweise die Pärchen Finn Heiserholt/Cedric Mwondo, Cedric Mwondo/Patrick Polk, Raoul Meister/Patrick Polk oder auch Jan-Nicklas Budde/Cedric Mwondo.

In der Innenverteidigung gibt es also einige Möglichkeiten, wobei allerdings klar ist, dass Kapitän Raoul Meister gesetzt ist, wenn er denn fit ist. Um kein Risiko einzugehen wurde nach dem Einsatz gegen Wiedenbrück das Trainingspensum etwas dosiert.

Raoul Meister wird also wohl dabei sein, ein anderer absoluter Leistungsträger allerdings nicht. Denn Adrian Wasilewski hat sich eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen, so dass Andrius Balaika im zentralen Mittelfeld umplanen muss. Eine Möglichkeit auf den beiden Sechser-Positionen wären Finn Heiserholt und Tim Dudda. Auch Orhan Dombayci käme in Frage, doch der hält sich aus privaten Gründen bis zum kommenden Freitag in der Türkei auf.

Sprockhövels Kader ist also etwas geschrumpft, zumal auch der gesperrte Nazzareno Ciccarelli sowie die beiden verletzten Philipp Dünnwald und Emre Demir ausfallen werden.

Es wird also schwierig. Auch deshalb, weil es sich beim Bonner SC um die heimstärkste Mannschaft der Liga handelt. Aber schwierig ist es für die TSG ja in jedem Spiel.