Teilnehmerrekord beim Ruhr-Cup

Sebastian Monjé vom DUC Hattingen war einer von 87 Teilnehmern beim Ruhr-Cup-Schwimmen. Wie alle anderen kam auch er gut ins Ziel.
Sebastian Monjé vom DUC Hattingen war einer von 87 Teilnehmern beim Ruhr-Cup-Schwimmen. Wie alle anderen kam auch er gut ins Ziel.
Foto: Svenja Hanusch
Alle gaben ihr bestes im kalten Nass, doch niemand war schneller als Peter Meyer aus Hamm. Aber auch die Hattinger hatten ein starkes im Team

Peter Meyer hat den 40. Ruhr-Cup des DUC Hattingen gewonnen. Der Schwimmer vom DUC Hamm benötigte für die 7,1 Kilometer lange Strecke vom Ruhrufer an der Königsteiner Straße bis zum Steg des Schwimmvereins Linden-Dahlhausen eine Stunde und 44 Sekunden. Auch der Sieg in der Mannschaftswertung sicherten sich Gäste: Der DSC Wanne-Eickel erwies sich bei seiner Premiere auf Anhieb als unschlagbar. Über Platz zwei durfte sich die Mannschaft des DUC Hattingen freuen. Im Vorjahr belegten die Hattinger noch den undankbaren vierten Platz., am Samstagnachmittag lief für Franziska Thiemann, Peter Mäckelburg und Dirk Seefeldt fast alles perfekt. Vor allem haben die DUC-Aktiven damit das Duell gegen die DLRG Hattingen für sich entschieden. Die Rettungsschwimmer von der Isenbergstraße kamen auf Platz vier.

Insgesamt machten sich 87 Schwimmer auf den Weg nach Dahlhausen – so viele wie noch nie in der 40-jährigen Geschichte der Veranstaltung. Matthias Dahl-Pos von der DLRG Westhofen-Garenfeld gehörte zu den Ersten, die von Sebastian Baer auf die Strecke geschickt wurden. Dahl-Pos schlug um 16.06 Uhr auch als Erster in Dahlhausen an – erschöpft aber glücklich. „Unterhalb der Isenburg war es sehr flach, da kein Kraulen mehr möglich.“ Eine halbe Stunde bevor die ersten Schwimmer in die etwa 15 Grad kalte Ruhr stiegen, lag der Pegel an der Eisenbahnbrücke bei 1,23 Metern - viel weniger hätte es nicht sein dürfen, aber auch kein Grund um das Spektakel absagen zu müssen. Das ist in den vergangenen 40 Jahren überhaupt erst zweimal passiert: Einmal wegen Hochwassers, einmal wegen der Abrissarbeiten am Gemeinschaftswerk.

Vollkommen entkräftet erreichte Steffen Diße von der DLRG Hattingen das Ziel. Gequält von Schwindelanfällen, zog er sich mit letzter Kraft auf den Steg. „Ich habe einfach zu viel Gas gegeben“, erklärte er. Unterwegs machte Diße einige Entdeckungen. Schilder, Rohre und viel Papier schwammen mit ihm in der Ruhr. Das ist keine Werbung für einen Fluss, der in vielen Regionen Deutschlands immer noch als extrem Schadstoffbelastet gilt. Der Ruhr-Cup ist keine ruhrgebietsinterne Veranstaltung, sondern ein bundesweit ausgeschriebener Wettkampf. Unter anderem fand mit dem 75-jährigen Merziger Klaus Neusius ein Saarländer den Weg nach Hattingen. Katja Wutkewicz reiste aus Speyer in der Pfalz an. Eine lustige Angelegenheit, denn Pfälzer und Saarländer verstehen sich ungefähr genauso gut wie deutsche und niederländische Fußballfans.

„Es ist einfach ein Traum, hier dabei sein zu dürfen. Der Ruhr-Cup ist eine tolle Veranstaltung. Denn wann kann man schon mal in einem Fluss schwimmen? Auch das Ruhrufer ist traumhaft schön.“ Es war Wutkewicz’ zweite Teilnahme in Hattingen – und bestimmt nicht ihre Letzte.

 
 

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