Sprockhövel will weiter junge Leute ausbilden

Foto: WAZ FotoPool
Nach Oberliga-Aufstieg und Feier beginnt die Planung für kommende Saison.

Sprockhövel.. Die TSG Sprockhövel hat sich am vergangenen Wochenende mit dem 1:0-Sieg über den TuS Ennepetal für die kommende Oberliga-Saison qualifiziert. Zwei Tage danach ist der Erfolg gebührend gefeiert worden, der Blick kann nach vorne gerichtet werden.

Die Freude ist groß über das Erreichte. „Zuerst muss man sehen, dass vor der Saison fünf Stammspieler ersetzt werden mussten“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Uli Meister. „Dann das Dilemma mit den vier Punkten, die uns abgezogen wurden – dass die Mannschaft dann am Ende die letzten fünf Spiele gewonnen hat, davor muss man den Hut ziehen.“

Jetzt steht die Arbeit am Kader für die kommende Saison im Vordergrund. Wie in fast jedem Sommer verlassen die TSG nämlich wichtige Spieler. Zurzeit stehen nur die Abgänge von Max Claus (Wuppertaler SV II) und Ferhat Uelker (Ratingen) fest, aber es ist ja auch nicht unwahrscheinlich, dass sich weitere junge TSG-Spieler bei anderen Vereinen mit ihren Leistungen empfohlen haben. Die Sprockhöveler befänden sich in „intensiven Gesprächen“ mit potenziellen Neuzugängen, wie Uli Meister sagt. Namen könne er aber noch nicht nennen. Es dürfte sich dabei aber um junge Spieler handeln. Denn: „Wir wollen weiter junge Leute ausbilden.“ Er hoffe, dass es jetzt, mit dem sicheren Startplatz in der Oberliga, etwas einfacher werde, Spieler zu überzeugen, sagt Meister.

Was die Positionen angeht, schaut man verstärkt nach Offensiven, denn vorne hinterlassen Claus und Uelker eine Lücke, die es zu füllen gilt. Uelker war Stammspieler, und auch von Max Claus, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, hielt Trainer Lothar Huber viel.

Es wird also am Kader gebastelt – gleiches könnte man von der neuen Oberliga Westfalen sagen, die zur neuen Saison die NRW-Liga ablösen wird. Auch hier sind noch nicht alle Plätze vergeben. Mit dabei sind alle aktuellen NRW-Ligisten aus Westfalen ab Platz acht, absteigen kann in dieser Spielzeit in dieser Klasse keine Mannschaft. Dazu kommen die Westfalenligisten beider Staffeln, die hier am Ende die Plätze zwei bis fünf belegen. Und dann muss noch abgewartet werden, wie viele westfälische Teams über die Relegation den Einzug in die Regionalliga schaffen. Davon ist abhängig, ob die Sechsten und vielleicht sogar die Siebten der Westfalenligen auch noch nachrücken können.

Eins bringt der Wechsel von der NRW- zurück zur Oberliga für die TSG Sprockhövel auf jeden Fall mit sich. Die Fahrten, die die Sprockhöveler in der NRW-Liga-Saison 2009/2010 über die Grenzen Westfalens machen mussten, entfallen. Damals ging es etwa zu Fortuna Köln oder auch zu Alemannia Aachen II.

Ab dem Spätsommer geht die TSG Sprockhövel in ihre siebte Saison in der Oberliga, wenn man die NRW-Liga dazuzählt. Zwischen 2002 und 2005 schaffte man sogar zwei Mal den Klassenerhalt, während es 2001, 2008 und 2010 nach nur einem Jahr in der Liga wieder in die Verbands- bzw. Westfalenliga ging.

 

EURE FAVORITEN