Sprockhövel will jetzt alles besser machen

Immer wieder aufstehen: Max Claus ist mit der TSG Sprockhövel beim 0:5 gegen die U23 des 1. FC Köln arg  ins Straucheln geraten. Foto:Walter Fischer
Immer wieder aufstehen: Max Claus ist mit der TSG Sprockhövel beim 0:5 gegen die U23 des 1. FC Köln arg ins Straucheln geraten. Foto:Walter Fischer
Foto: Fischer / FUNKE Foto Services
  • 0:5 vom Mittwochabend wirkt noch nach
  • Trainer Andrius Balaika will klare Steigerung sehen
  • TSG-Gegner Viktoria Köln will aufsteigen

Au weia, das war bitter. Mit 0:5 verlor die TSG Sprockhövel am Mittwochabend im Baumhof den ersten Vergleich mit den beiden Kölner Vertretern in der Fußball-Regionalliga. Nach dieser ganz empfindlichen Niederlage gegen die U 23 des 1. FC wollen es die Sprockhöveler am Samstag besser machen, wenn es zur Kölner Viktoria geht. Die Partie wird um 14 Uhr im Sportpark Höhenberg angepfiffen.

Auch Andrius Balaika hat an dem 0:5 noch zu knabbern. „Wir haben genau das Gegenteil von dem gespielt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagt der Trainer im Rückblick. „Klar, die Kölner haben vor allem am Anfang enorm stark gespielt, doch man spielt halt auch immer nur so gut, wie es der Gegner zulässt.“

Keine Frage, die Sprockhöveler hatten an diesem Abend eindeutig zu viel zugelassen, sie kamen gar nicht richtig in die Zweikämpfe, weil sie ihren Gegnern meist nur hinterher liefen. Natürlich war aber auch klar, dass die Kölner dieses Tempo nicht über 90 Minuten durchstehen konnten, doch die TSG Sprockhövel machte es den Domstädtern durch ihre Fehler leicht.

Gegen Viktoria Köln will Sprockhövels Trainer eine ganz andere Leistung seiner Mannschaft sehen. Auf die Frage, wie er denn die Spieler jetzt aufbauen werde, antwortet der Litauer aber: „Es kann ja eigentlich nicht sein, das man 19- oder 20-jährige Spieler, die in der vierthöchsten deutschen Liga Fußball spielen dürfen, auch noch zusätzlich motivieren muss.“

Natürlich wird es Balaika aber wohl dennoch tun, denn dem Selbstvertrauen, dass sich nach drei Spielen ohne Niederlage gerade erst eingestellt hatte, dürfte das 0:5 sicherlich nicht gut getan haben. Balaika will seiner Mannschaft zudem noch einmal klarmachen, dass er auf keinen Fall absteigen will, und er erwartet von den Spielern natürlich auch, dass sie mitziehen und nicht noch einmal eine solche Leistung wie am Mittwoch abliefern. Das sei eine traurige Vorstellung gewesen, die enttäuschendste Leistung in den letzten zwei Jahren, so Balaika.

Sprockhövel will sich gegen den Abstieg stemmen, auch wenn das seit Mittwoch schwieriger geworden ist. Viktoria Köln hat dagegen andere Ambitionen, die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen will aufsteigen. Die Viktoria, deren Stadion rechtsrheinisch gelegen ist, ist in Köln die dritte Kraft - hinter dem 1. FC und der Fortuna.

Viel Prominenz bei der Viktoria

In der Vergangenheit ist bei der Viktoria schon reichlich Fußball-Prominenz gesichtet worden - zu Zeiten, als der Vereinsname noch mit SC und nicht mit FC begann. Hennes Weisweiler war Viktorias Trainer, ehe er nach Mönchengladbach wechselte und mit der Fohlen-Elf Fußball-Geschichte schrieb. Und als Spieler waren für die Viktoria beispielsweise auch Ex-Bundestrainer Erick Ribbek und Jean Löring, der langjährige Mäzen von Fortuna Köln, aktiv.

Doch all das ist Vergangenheit, die Andrius Balaika im Moment nicht interessiert. Balaika beschäftigt sich mit der aktuellen Viktoria, gegen die nach der Pleite vom Mittwoch gepunktet werden soll.

 
 

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