Sprockhövel und Wuppertal trennen sich 1:1

Sprockhövel feiert nach dem 1:0 durch Christopher Antwi-Adjej. Doch später glich Gaetano Manno für den WSV aus.
Sprockhövel feiert nach dem 1:0 durch Christopher Antwi-Adjej. Doch später glich Gaetano Manno für den WSV aus.
Foto: Volker Speckenwirth
  • Führung durch Christopher Antwi-Adjej
  • Ex-TSG-Torjäger Gaetano Manno gleicht aus
  • Elfmeter allerdings sehr umstritten

Sprockhövel.  Jetzt hat Fußball-Regionalligist TSG Sprockhövel auch im Hagener Ischeland-Stadion den ersten Punkt gewonnen. Gegen den Wuppertaler SV gab es ein 1:1 nach einem Spiel, das nicht unbedingt hochklassig, aber bis zum Abpfiff absolut spannend war.

Die Wuppertaler drängten auch in der Schlussphase noch, sie versuchten bis zur letzten Sekunde, den Siegtreffer zu erzielten. Allerdings hatten auch noch die Sprockhöveler ihre Szenen, ganz zum Schluss bekamen sie es dann aber doch nicht mehr hin, ihre Konter sauber zu Ende zu spielen.

Die Partie im Ischeland-Stadion war für die TSG zwar offiziell ein Heimspiel, doch unter den Zuschauern gaben die Gäste aus Wuppertal den Ton an. Von den 2 100 Karten, die für das Derby verkauft worden waren, gingen die meisten an die Fans des WSV, der in dieser Saison erst ein Spiel verloren hat, der sich zuletzt in starker Form präsentiert hatte und der deshalb als Favorit nach Hagen gekommen war.

Doch aufsteigende Form zeigte zuletzt ja auch die TSG - in den Spielen gegen Oberhausen, Mönchengladbach, Wiedenbrück und beim Sieg gegen den Bonner SC. An diese guten Leistungen knüpften die Sprockhöveler dann auch im Spiel gegen Wuppertal an, und die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika hatte auch die erste Torchance der Partie. Doch der Schuss von Tim Dudda in der 5. Minute fand noch nicht ins Ziel.

An der ersten Möglichkeit der Gäste war dann auch Ex-TSG-Torjäger Gaetano Manno beteiligt. Doch nach Mannos Flanke parierte Sprockhövels Schlussmann Robin Benz den Schuss von Enes Topal.

Die Wuppertaler hatten sicherlich etwas mehr Ballbesitz, doch die TSG lauerte auf ihre Möglichkeiten, und nach 34 Minuten vergab Alpay Cin die bis dahin beste Chance des Spiels. Allerdings parierte WSV-Torwart Sebastian Wickl auch ganz hervorragend. 120 Sekunden später war es dann aber doch passiert. Christopher Antwi-Adjej profitierte von einem kapitalen Bock in der Wuppertaler Abwehr und erzielte das 1:0.

Die Führung war gar nicht einmal unverdient, hatte aber nicht lange Bestand. Denn kurz vor der Pause glich der WSV aus. Vorausgegangen war ein Foul von Robin Benz. Weil seine Abwehr völlig unsortiert war, wollte der Torwart retten, was nicht mehr zu retten war und langte mächtig hin. Schiedsrichter Christopher Schüttler gab dann einen Elfmeter für Wuppertal. Zum Entsetzen des TSG-Anhangs übrigens. Dass Benz gefoult hatte, wurde von niemandem bestritten, allerdings hatten die meisten Zuschauer den Tatort außerhalb des Strafraums gesehen. Gaeteno Manno war das allerdings völlig egal. Der WSV-Kapitän verwandelte sicher zum 1:1, obwohl Robin Benz in die richtige Ecke gehechtet war.

Die Wuppertaler versuchten in der zweiten Halbzeit, den Druck zu erhöhen, allerdings liefen die Gäste immer wieder Gefahr, sich einen Sprockhöveler Konter einzufangen. Denn die TSG spielte weiter mit großem Selbstvertrauen, auch wenn zum Schluss auf dem tiefen Rasen die Kräfte etwas nachließen.

 
 

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