Sprockhövel gehen die Stürmer aus

Ferhat Ülker musste in der Vorrunde lange pausieren. Jetzt hat er sich wieder verletzt.Foto:Manfred Sander
Ferhat Ülker musste in der Vorrunde lange pausieren. Jetzt hat er sich wieder verletzt.Foto:Manfred Sander
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Sprockhövel..  Das hatten sie sich anders vorgestellt. Nach guten Ergebnissen in der Vorbereitung verlor Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel das erste Meisterschaftsspiel des Jahres 2015 gegen Eintracht Rheine mit 0:1. Das macht die Situation vor dem Heimspiel gegen Westfalia Herne (Sonntag, 15 Uhr, Baumhof) sicherlich nicht leichter.

Trainer Robert Wasilewski gehen langsam die Spieler aus. Vor allem die für die Offensive. Ferhat Ülker verletzte sich kurz vor dem Spiel gegen Rheine, Burak Akyürek dann während der Partie. Vincenzo Porrello ist ebenfalls kein Thema, weil ihm jetzt die nach seinem Schienbeinbruch eingesetzte Platte entfernt werden muss. Und für Winterzugang Max Claus kommt ein Einsatz am Sonntag ganz sicher noch zu früh.

Ebenfalls ersetzt werden muss Aldin Hodzic, der sich zuletzt seine fünfte Gelbe Karte einhandelte. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere angeschlagene oder kranke Spieler, die Wasilewski aber gar nicht alle aufzählen mag. „Fakt ist, dass wir im Moment keine Stürmer haben“, sagt er dann. „Wir müssen also improvisieren. Aber das kennen wir ja schon.“

Bei Sprockhövels Gegner Westfalia Herne handelt es sich um das abgeschlagene Schlusslicht der Liga. Die Hinrunde war für die Westfalia unterirdisch, nur ein Spiel wurde gewonnen. So gab es auch einen Trainerwechsel. Für Manuel Bölster kam Holger Wortmann, Bölster gehört aber als spielender Co-Trainer immer noch zum Kader.

Aufgeben wollen sich die Herner aber trotz der acht Punkte Rückstand auf den Tabellenvorletzten SV Zweckel nicht. In der Winterpause wurde in personeller Hinsicht noch einmal nachgelegt, die Westfalia der Rückrunde ist mit der der Hinrunde also nicht zu vergleichen.

Wie Sprockhövel, so startete auch Herne mit einer Niederlage ins neue Jahr. Das 1:2 gegen Hüls war allerdings unglücklich. Schon nach drei Minuten gab es einen Elfmeter und eine Rote Karte gegen die Herner, die sich danach aber achtbar schlugen. „Heute hat es leider noch nicht geklappt, jetzt müssen wir unsere Aufholjagd halt in Sprockhövel starten“, gab sich Trainer Holger Wortmann nach dem Spiel trotzig und richtete den Blick gleich wieder nach vorne.

Die Sprockhöveler wünschen sich natürlich alles andere als eine Aufholjagd von Herne. Ganz im Gegenteil: Durch einen Sieg soll die Westfalia noch weiter auf Distanz gebracht werden. Eine neuerliche Niederlage mag man sich gar nicht vorstellen, denn die würde die TSG nachhaltig in den Abstiegskampf verwickeln.

Doch daran denkt Robert Wasilewski zurzeit nicht. Der Trainer ist davon überzeugt, dass seine Mannschaft Herne schlagen kann. Vorangehen soll wieder Kapitän Raoul Meister, der sich zurzeit in starker Form befindet. „Er ist ganz wichtig für uns, an ihm können sich andere Spieler aufrichten“, sagt Wasilewski.

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