Sprockhövel fehlt der Mut

Foto: Biene Hagel
Viel Lob für die TSG von Gästetrainer Toku, der sagt aber auch: „Das erste Jahr ist hart.“

Wattenscheid-Coach Farat Toku eröffnete die Pressekonferenz nach dem 2:0 im Baumhof-Stadion mit einem Schwall an Komplimenten und guten Wünschen für die Gastgeber: „Was hier geleistet wird, dass hier Regionalliga gespielt wird ist sensationell, aber natürlich auch ein Riesenaufwand. Für mich als Trainer ist es schön, so ein Spiel um die Ecke zu haben, als nach Erndtebrück zu fahren.“ Er wünschte zwar alles Gute und den Klassenerhalt, merkte aber an: „Ich weiß auch, dass das erste Jahr richtig hart ist.“ Andrius Balaika nickte nur.

Und noch zu einem weiteren Aspekt des Spiels brauchte Balaika keine eigene Analyse abgeben, weil ihm das schon der 09er-Coach abgenommen hatte: „Wir haben dem Gegner nie den Glauben geschenkt, dass sie hier was holen können. Die Tore waren natürlich vielleicht etwas glücklich, aber wir hatten auch Chancen, da waren wir etwas schlampig. Der TSG fehlte vielleicht ein bisschen der Mut, hier ein Tor zu schießen.“

Balaika griff das in seinem Statement auf: „Wenn man in einem guten Spiel solche Rückschläge kassiert wie die Gegentore, geht das auch an die Moral der Mannschaft. Uns hat der Mut nach vorne gefehlt. Bis zum Strafraum, bis 18 Meter vor dem Tor haben wir gut kombiniert, dann aber oft falsche Entscheidungen getroffen. Das ist halt so, im Moment fehlt uns das Selbstvertrauen.“

Man werde sich aber auch nach acht Spielen ohne Sieg nicht kampflos am Tabellenende ergeben: „Sicher ist: Wir werden uns weiter reinhauen, wir warten auf den Moment, in dem wir mal im Glück sind, in dem wir das Glück erzwingen. Wir haben die spielerische Qualität.“