SFN: Ein Schritt nach dem anderen

Foto: WAZ FotoPool
Zur vorletzten Partie der regulären Saison erwarten die Sportfreunde Niederwenigern am Sonntag (15 Uhr) den Tabellenvierten ESC Rellinghausen.

Hattingen.. „Wir müssen jetzt den fehlenden Punkt holen, um drei Mannschaften sicher hinter uns zu lassen“, sagt Trainer Jürgen Margref. Dann hätte man mindestens einen Platz in der Abstiegs-Relegation sicher. Erst wenn diese Aufgabe erledigt ist, will man schauen, was noch nach oben geht – schließlich sind die sicheren Landesliga-Ränge elf und zwölf nur jeweils einen Punkt entfernt.

Man könnte meinen, die Sportfreunde Niederwenigern würden bei nur noch zwei Partien und einem Punkt Rückstand auf Adler Osterfeld und den SV Burgaltendorf jetzt zum großen Angriff blasen – mitnichten. Trainer Jürgen Margref warnt: „Man darf nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.“ Das bedeutet, dass man sich zunächst auf die Absicherung des 13. Platzes konzentrieren will. Dazu braucht man mindestens einen Punkt. Verfolger Tgd. Essen West könnte dann nach Punkten maximal noch ausgleichen, aber die Sportfreunde haben das wesentlich bessere Torverhältnis.

Und einen Punkt gegen den ESC Rellinghausen zu erspielen, das wird schwierig genug. „Das ist eine der besseren Mannschaften der Liga“, sagt Jürgen Margref, nicht nur mit Blick auf das 1:1 im Hinspiel. Die Sportfreunde haben mit ihrem vierten Platz in der Rückrunde schon eine starke Halbserie gespielt, die von Rellinghausen ist sogar noch ein wenig besser. Nach der Hinrunde auf Platz fünf, haben die Gäste bisher in der Rückserie mit 26 Zählern einen mehr als Niederwenigern geholt. „Es wird kein Selbstläufer“, sagt der Sportfreunde-Trainer. „Wir wissen, was zu tun ist, aber wir müssen auch aufpassen.“ Es gelte, gegen Rellinghausen die richtige Balance zwischen Offensive und Vorsicht zu finden.

„Wir müssen erstmal auf uns schauen und das Spiel wie ein Endspiel sehen“, sagt Jürgen Margref. Ist das erledigt, dann darf der Blick auch nach vorne und in der Tabelle nach oben gehen. „Nach dem Spiel schauen wir natürlich schon, was die anderen gemacht haben.“ Adler Osterfeld tritt am Sonntag beim Tabellenneunten Vogelheimer SV an, während der SV Burgaltendorf beim Dritten Spvg Schonnebeck spielt.

Bei den Sportfreunden hat man das spielfreie Pfingstwochenende zur Regeneration genutzt. „Ich denke, das kam genau zur richtigen Zeit“, sagt Niederwenigerns Coach. Denn manche Spieler schleppten schon länger Blessuren mit sich herum, wie Torhüter Daniel Paries, der unter Leistenproblemen leidet.

Wieder im Training befindet sich Martin Weiß, für den die Saison nach einem Bänderriss im Februar schon beendet schien. Ein Offensivmann könnte also wieder dazu kommen, einem anderen Akteur droht währenddessen ein Rückschlag. Marcel Kraushaar, der sich nach einem Kreuzbandriss in den vergangenen Wochen wieder in den Kader gekämpft hatte, leidet erneut unter Kniebeschwerden. „Die Diagnose steht noch aus, aber für ihn ist die Saison genau wie für Luca Dobinski beendet“, sagt Jürgen Margref.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel