SFN: Auch der Letzte glaubt dran

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Sportfreunde Niederwenigern gehen als Gewinner aus dem Spieltag, der nach 1:2 zur Pause ein ganz schlechter zu werden drohte.

Hattingen.. Die Sportfreunde Niederwenigern waren am vergangenen Wochenende beim Halbzeitstand von 1:2 bei der Tgd Essen West schon so gut wie auf einem direkten Abstiegsplatz. Mit vier Toren in Hälfte zwei bauten die Sportfreunde ihren Vorsprung auf Essen bei zwei Spielen auf fünf Punkte aus. Weil die Konkurrenz Punkte ließ, ist sogar der Rückstand auf einen sicheren Platz auf einen Punkt geschrumpft. Mit Trainer Jürgen Margref sprach WAZ/WR-Mitarbeiter Sebastian Schneider.

Wäre eine Niederlage eine Vorentscheidung im Abstiegskampf gewesen?

Auf keinen Fall. Wir hatten nach der Hinrunde sieben Punkte und haben aufgeholt. Wir hätten bei einem Punkt Rückstand nicht aufgegeben, zumal wir ja nicht das schlechteste Torverhältnis der Mannschaften unten haben.

Einige Spieler haben zur Halbzeit den Kopf hängen lassen.

Das ist normal. Sie waren in der Kabine fix und fertig, aber wir haben sie aufgebaut und ihnen gesagt, dass sie stark genug sind, das Spiel zu drehen.

Was war entscheidend dafür, dass das klappte?

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich kontinuierliche Arbeit auszahlt. Wir hätten etwas falsch gemacht, wenn wir in der zweiten Halbzeit nicht hätten zulegen können. So sind die Tore fast zwangsläufig gefallen, auch wenn es ein enges Spiel war.

Der Rückstand auf einen rettenden Platz beträgt nach den Niederlagen der Konkurrenz nur noch einen Punkt.

Wir haben auch ein bisschen darauf spekuliert, dass nicht alle drei Mannschaften mit vier Punkten Vorsprung vor uns gewinnen. Am Ende hat nur eine gewonnen. Ich bin optimistisch, denn unsere Jungs haben gezeigt, dass sie sich steigern können.

In der Rückrundentabelle belegt Niederwenigern Platz vier. Wie ist die Diskrepanz zur Hinrunde mit sieben Punkten zu erklären?

Die Mannschaft ist jung, keiner hat vorher in der Landesliga gespielt. Wir haben mit Fabian Feldmann, Ercan Kizan und Marcus John wichtige Leute dazubekommen, so dass ich schon im Winter optimistisch war. Aber ich musste viele im Verein davon überzeugen. Mittlerweile glaubt auch der Letzte daran, dass wir es schaffen können.

Wie wirkt sich die Unsicherheit über den Klassenerhalt auf die Planungen für die kommende Saison aus?

Genauso wie letzte Saison, da war auch klar, dass wir zusammenbleiben würden, bevor wir wussten, in welcher Liga wir spielen. Ich habe die Information bekommen, dass alle Spieler bleiben werden – das ist die schönste Nachricht. Wir haben das Potenzial, noch mehr zu erreichen, es wäre schade, wenn wir in die Bezirksliga müssten.

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