Sechs Punkte bis zum Winter

Philipp Ziser

Ja, es gehören immer zwei dazu. Rot-Weiß Essen hat in der Regionalliga am Freitagabend ein richtig schlechtes Fußballspiel gezeigt und nur glücklich mit 3:2 gegen Sprockhövel gewonnen. Wirkt die TSG also nur oft so stark, weil die Gegner so schlecht spielen?

Nein. Dahinter steckt ein Muster. Das Spiel zwischen RWE und TSG sah für Essener Augen sicher richtig schlecht aus, wer aber schon mehrere TSG-Spiele gesehen hatte, konnte vieles wieder erkennen: Ganz eng gestaffeltes Mittelfeld, lange Diagonalschläge, Diagonalläufe, Direktpässe. Das ist das TSG-Spiel, wie es in der Oberliga erfolgreich war und wie es auch in der Regionalliga oft sehr gut aussieht. Auch Oberhausen, Mönchengladbach, Aachen und Wuppertal hatten gegen die TSG nicht den besten Tag.

Nur neun Punkte aus siebzehn Spielen sind trotzdem bitter. Drei Spiele finden noch in 2016 statt. Rödinghausen, Ahlen, Verl. Die Ostwestfalen sind sicher nicht schlecht, waren im Hinspiel aber jeweils nicht besser als die TSG. Ahlen ist Schlusslicht. Sechs Punkte aus diesen drei Spielen und der Winter wird nicht ganz so bitter, wie derzeit zu befürchten ist.