Rot-Weiße entführen Punkte aus Westerholt

Matthias Sinnemann knüpfte nahtlos an sein gutes Pokalspiel an, traf auch von der Außenposition und verwandelte alle Siebenmeter.Foto:Olaf Ziegler
Matthias Sinnemann knüpfte nahtlos an sein gutes Pokalspiel an, traf auch von der Außenposition und verwandelte alle Siebenmeter.Foto:Olaf Ziegler
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Hattingen.. SV Westerholt -
TuS Hattingen 34:36

Nach vier Siegen und einem Unentschieden musste der sonst so heimstarke SV Westerholt sich bei der 34:36-Niederlage gegen den TuS Hattingen in dieser Saison erstmals zu Hause geschlagen geben.

Die Hattinger entführten die beiden Punkte völlig überraschend, da sie von großen Personalproblemen arg gebeutelt wurden. Umso glücklicher waren die Rot-Weißen über ihren vierten Auswärtssieg und die beiden im Kampf um den Ligaerhalt so wichtigen Punkte.

Den Gästen fehlte ja bekanntlich ihr Torjäger Felix Osterloh aufgrund einer Sperre. Mit Jannis Stecken und Philipp Dobrodt (im Training umgeknickt) standen zudem zwei etatmäßige Kreisläufer nicht zur Verfügung. Als sich dann auch noch Jonas Schäffer nach wenigen Minuten eine Armverletzung zuzog, war schnell klar, dass Hattingens Trainer Frank Osterloh diese schwere Auswärtsaufgabe mit einem Minikader bestreiten musste.

Manchmal ist es aber eben so, dass eine Mannschaft gerade in schwierigen Situationen so richtig zusammenwächst. Während das mit namhaften Spielern gespickten Team der Gastgeber nie einen richtigen Zusammenhalt entwickelte, präsentierten sich die dezimierten Hattinger als geschlossene Einheit. Die Schützlinge von Frank Osterloh stemmten sich gemeinsam mit aller Macht der individuellen Klasse der ihrem hoch gesteckten Saisonziel hinterherlaufenden Westerholter entgegen und wurden am Ende dafür mit einem verdienten Erfolg belohnt. Das Quäntchen Glück, dass der TuS auch benötigte, lag richtigerweise beim Tüchtigen.

Zunächst sah es allerdings überhaupt nicht so aus, als sollte der TuS das Spiel gewinnen können. Westerholt begann mit einer sehr starken Deckung und setzte sich mit erfrischendem Tempohandball nach verhaltenem Beginn schnell auf 10:5 ab. Die Hattinger reagierten auf den deutlichen Rückstand allerdings keineswegs panisch. Mit Lennart Lük im Tor als großem Rückhalt stabilisierte sich die TuS-Abwehr recht zeitig. Der TuS verkürzte den Abstand und ging sogar selbst mit 13:12 in Führung. Auch die Tatsache, dass die Hattinger zur Pause wieder mit 17:20 hinten lagen, schockte die Osterloh-Sieben nicht. „Wir hatten keineswegs den Eindruck, dass das Spiel schon entschieden sei und wir den Rückstand nicht mehr wettmachen könnten. Ganz im Gegenteil. Wir haben unsere Chance erkannt und dann auch genutzt“, freute sich Frank Osterloh über den tadellosen Auftritt seiner Jungs im zweiten Spielabschnitt. Nach ständig wechselnder Führung bauten die Gäste ihren Vorsprung in der entscheidenden Phase von 33:32 auf 36:33 aus und verpassten dem Favoriten damit den endgültigen K.o.-Schlag.

„Spielfilm“: 4:4, 10:5, 12:13, 15:15, 20:17 (Hz.), 21:21, 25:23, 28:29, 31:29, 32:33, 33:36, 34:36.
TuS: Lük, Monjé; Grossmann (6), Jäger (5), Kuhnhenn (2), Pospiech (2), Schäffer, Schimm (1), Schmitz (9), Sinnemann (11/5), Klöckner.

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