Noch ein Sieg bis zum Klassenerhalt

Max Claus (rechts) führt gemeinsam mit Hasan Ülker mit fünf Treffern die interne Torjägerliste der TSG Sprockhövel an. Und das, obwohl der Offensivspieler erst seit der Winterpause dabei ist.Foto:Ziegler
Max Claus (rechts) führt gemeinsam mit Hasan Ülker mit fünf Treffern die interne Torjägerliste der TSG Sprockhövel an. Und das, obwohl der Offensivspieler erst seit der Winterpause dabei ist.Foto:Ziegler
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Sprockhövel..  Mit einem Heimsieg gegen Rot-Weiss Ahlen kann Fußball-Oberligist TSG Sprockhövel am Sonntag die allerletzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigen.

Drei Spieltage vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung auf den SV Zweckel, der wohl der einzige sportliche Absteiger sein wird, sieben Punkte. Und zudem gibt es noch einen Drei-Punkte-Puffer auf Westfalia Herne – bei neun noch zu vergebenen Zählern.

Die Saison müsste also ein ungewöhnliches Ende nehmen, wenn es die Sprockhöveler nicht schaffen sollten. Zumal Zweckel mit dem Heimspiel gegen den SuS Stadtlohn und Herne mit dem Auswärtsspiel gegen die Hammer Spvg. recht anspruchsvolle Aufgaben vor sich haben. Doch eigentlich will man ja den Klassenerhalt nicht deshalb schaffen, weil die Konkurrenz verliert, sondern aus eigener Kraft. In dieser Hinsicht hat Sprockhövels Trainer Robert Wasilewski zurzeit aber ein ungutes Gefühl. „Ja, wenn wir gewinnen, dann sind wir durch“, sagt er, wobei er die Betonung ganz eindeutig auf „wenn“ legt.

Zuletzt hat die TSG die Punkte bekanntlich dem Gegner überlassen. Am vergangenen Sonntag setzte es eine 0:1-Niederlage gegen den SuS Stadtlohn, bei der die Leistung in der ersten Halbzeit zwar ordentlich war, in der aber schon vor dem Wechsel viel verspielt wurde. „Ich hatte den Eindruck, dass zwei, drei Spieler nicht mehr richtig bei der Sache waren“, kritisiert Wasilewski, der schon in den Wochen zuvor bemängelt hatte, dass bei seiner Mannschaft der letzte Wille, die letzte Anspannung fehle. Im Prinzip sei das seit dem Spiel gegen Neuenkirchen der Fall.

1:3-Niederlage im Hinspiel

Doch Wasilewski will die Saison vernünftig zu Ende bringen. Auch die Tatsache, dass viele Spieler im Sommer die TSG verlassen werden und deshalb vielleicht nicht mehr mit vollen Einsatz zur Sache gehen, will der 44-Jährige nicht als Ausrede durchgehen lassen. „Für mich ist das eine Charakterfrage“, sagt der Trainer dann. „Ich erwarte, dass sich die Spieler, die ich sonntags auf den Platz schicke, auch richtig reinhängen. Wenn wir 100 Prozent geben, dann haben wir fast gegen jede Mannschaft in der Liga eine Chance. Sind es aber nur ein paar Prozentpunkte weniger, dann wird es schwierig bis unmöglich.“

Wasilewski hat schon mehrfach betont, dass er seinen Job in einer schwierigen Saison bis zum Ende mit Engagement ausüben will. Und er will jetzt auch von seiner Mannschaft noch einmal etwas sehen, der Coach will nicht als Vorletzter der Tabelle den Klassenerhalt schaffen. Ob es aber zu einem Sieg gegen Ahlen reicht, darf bezweifelt werden. Zwar kam Ahlen zuletzt nicht über ein 2:2 gegen Hüls hinaus, aber immerhin handelt es sich bei Ahlen um den aktuellen Tabellendritten, der die TSG in der Hinrunde mit 3:1 geschlagen hat. Und es hätte auch noch höher ausgehen können, doch nach einer 3:0-Führung, die Ahlen bis zur 24. Minute herausgeschossen hatte, ließen es die Gastgeber etwas ruhiger angehen.

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