Mit Hand und Fuß

Vollkontakt-Karate in Sprockhövel: 230 Kampfsportler traten bei der von der TSG ausgerichteten Deutschen Meisterschaft an.Foto:Jürgen Theobald
Vollkontakt-Karate in Sprockhövel: 230 Kampfsportler traten bei der von der TSG ausgerichteten Deutschen Meisterschaft an.Foto:Jürgen Theobald
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel.  Die 26. Deutsche Meisterschaft im Kyokushin-Karate in der Sprockhöveler Glückauf-Halle zog mehr als 600 Zuschauer an: Und denen wurde Vollkontaktsport auf höchstem Niveau geboten.

Kyokushin gilt als härteste Karate-Art weltweit, und der Kyokushin-Verband ist der mitgliederstärkste der Welt. Als Schutz vor Verletzungen fungiert bei den Herren ein Tiefschutz unter der Hose, Frauen dürfen den selben Tiefschutz, Schienbein- und Spannschützer aus Stoff und Brustschutz tragen. Gekämpft wird nach den „European Kyokushin-Karate-Knock-Down“-Kampfregeln.

Die Herren traten in den Gewichtsklassen „Leichtgewicht“ (bis einschließlich 70 Kilogramm), „Mittelgewicht“ (über 70 Kilogramm bis einschließlich 80 Kilogramm) und „Schwergewicht“ (über 80 Kilogramm) gegeneinander an. Die teilnehmenden Damen trugen ihre Kämpfe in den Gewichtsklassen „Leichtgewicht“ (bis einschließlich 65 Kilogramm) und „Schwergewicht“ (über 65 Kilogramm) aus.

Nach vielen spannenden Kämpfen konnte sich das Publikum unter anderem über eine Medaille für den Lokalmatador Christopher Gebühr freuen, der in der Gewichtsklasse „Leichtgewicht“ den zweiten Platz für die TSG Sprockhövel belegte.

Als die TSG Sprockhövel nach ihrer Bewerbung den Zuschlag für die Austragung der Deutschen Meisterschaft bekommen hatte, begann die Organisation. Über 30 Helfer waren allein am Veranstaltungstag aktiv vor Ort, auch für Catering war gesorgt, so dass die gesamte Veranstaltung reibungslos über die Bühne ging.

Die 230 Teilnehmer, organisiert in über 40 Vereinen aus der gesamten Bundesrepublik, kämpften den ganzen Tag. Alle Altersklassen des Sports waren vertreten, der jüngste Teilnehmer sechs Jahre alt, der Älteste 48.

Auch Gäste aus Holland am Start

Ein Kuriosum der Deutschen Meisterschaften stellten einige niederländische Teilnehmer dar, die vorher bei der TSG wegen ihrer Teilnahme angefragt hatten und deswegen zum Kampf zugelassen waren, so dass die Veranstaltung um einige ausländische Gäste ergänzt wurde. Neben den Kämpfern kam auch das Publikum in der Halle an der Dresdner Straße auf seine Kosten.

„Während der Halbfinal- und Finalkämpfe standen die Zuschauer auf den Tischen, und es gab laute Begeisterungsstürme mit tosendem Applaus“, sagte der Leiter der TSG-Karate-Abteilung, Ulf Nolte, selbst Kämpfer und Inhaber des vierten schwarzen Gürtels, genannt Dan. Die jeweiligen Gürtelfarben zeigen den entsprechenden Leistungsstand der Karateka genannten Kämpfer in der japanischen Kampfkunst, wobei der 10. Dan den höchsten zu erreichenden Gürtel darstellt.

Nach fast zehn Stunden voller Kämpfe und Karate-Vorführungen wurden dann die Sieger geehrt - von Sprockhövels Bürgermeister Dr. Klaus Walterscheid. Der Bochumer Sungjun Eu siegte in der „Leichtgewicht“-Klasse und durfte sich über eine Gratulation des Stadtoberhaupts freuen.

 
 

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