Hill bleibt trotz Spitzenposition vorsichtig

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Hattingen.. Der Fußball-B-Ligist SG Hill setzt zum Sprung in die Kreisliga A an. So sagt es zumindest die Tabelle, in der die Mannschaft von der Waldstraße acht Spiele vor Schluss fünf Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz hat. Geschäftsführer Georg Tietz will so weit aber nicht denken.

„Wir sagen nicht, wir wollen aufsteigen. Wir wollen oben mitspielen“, sagt Tietz. Und das tut die SG Hill bis jetzt. „Wir sind jetzt die Gejagten“, sagt Tietz. „Das ist ungewöhnlich für uns. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stehen wir so gut da.“ Ein Baustein des Erfolges ist für den Geschäftsführer die Zusammenführung beider Seniorenteams vor der Saison. „Es macht sich jetzt bezahlt, dass wir die Mannschaften zusammengepackt haben.“ Jetzt spielen die Besten in der Erstvertretung, zuvor bestand die zweite Mannschaft aus einem Freundeskreis, der zusammen spielen wollte. Das Leistungsprinzip kam so nicht nachhaltig zur Geltung.

Ein weiterer Baustein ist die mannschaftliche Geschlossenheit, auch was das Toreschießen angeht. „Bei uns geht das Querbeet, alle schießen mal ein Tor“, sagt Tietz. Eigentlich ein Torgarant ist bei Hill Sascha Vollmann, der auch bereits acht Treffer erzielt hat. Trotzdem läuft es bei dem baumlangen Stürmer noch nicht wie gewohnt. „Er hat im Moment ein kleines Tief und war auch gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe.“ Wenn die Mannschaft das auffangen kann, umso besser.

Und dann hat es im Winter mit Denitz Aydin vom AC Hattingen auch noch einen prominenten Neuzugang gegeben. „Er passt sich an, das geht wunderbar“, sagt Georg Tietz. Im Moment komme Aydin noch nicht über 90 Minuten zum Einsatz, weil ihm die Kondition dafür fehle. Trotzdem bringt er sich schon Gewinn bringend ein, so zum Beispiel beim 3:0 vergangenen Sonntag gegen den FC Sandzak. „Da hat er super gespielt. Brauchbare Pässe geliefert und ein schönes Tor geschossen.“ Von Aydins Erfahrung könne das junge Team auf jeden Fall profitieren.

Jung ist auch die Beziehung des Vereins zur Spielstätte an der Waldstraße, wo man erst seit dem vergangenen Sommer spielt, nachdem die Stadt den Pachtvertrag für den Platz in Bredenscheid nicht verlängert hatte. In Bezug auf die neue Heimat ist die Bilanz zwiegespalten: Was den Zuspruch angeht, ist es für Hill bergauf gegangen. „Es sind immer um die 100 Leute da, das ist besser als in Bredenscheid“, so Tietz. „Man merkt, dass der Platz zentraler liegt.“ Sportlich allerdings ist die Bilanz ausbaufähig, denn eine Macht ist der Tabellenführer zu Hause nicht. „In der Hinrunde hatten wir vier Unentschieden und eine Niederlage – alle an der Waldstraße“, sagt Hills Geschäftsführer. Die junge Mannschaft sei noch zu verspielt, denn auf dem kleinen Platz lande der Ball bei seinem Verlust mit einem langen Pass sofort vor dem eigenen Tor. „Es wird besser“, sagt Tietz.

Neben der SG Hill haben auch noch zwei andere Hattinger Vereine Chancen auf die Meisterschaft. Der AC Hattingen auf Platz drei stellt mit 67 Toren den besten Angriff der Liga und in Ömer Akkan mit seinen 20 Treffern auch den torgefährlichsten Stürmer. Derzeit hat der AC sechs Punkte Rückstand auf Hill. Und auf Platz vier, einen Zähler hinter dem AC, lauert auch noch die DJK Märkisch auf ihre Chance.

 

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