Heven-Niederlage ist abgehakt

Sprockhövel.. Zuletzt gab es für den Fußball-Westfalenligisten TSG Sprockhövel mit der 1:2-Heimniederlage gegen den TuS Heven einen Rückschlag. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert die Elf von Trainer Lothar Huber beim Tabellenzehnten 1. FC Kaan-Marienborn.

„Wir mussten das Spiel in der ersten Halbzeit für uns entscheiden“, sagt Huber im Rückblick über die Niederlage gegen den TuS Heven. „Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir noch gute Gelegenheiten. Ferhat Uelkers Kopfball ging an die Unterkante der Latte.“ Aber der Gast drehte das Spiel mit zwei Traumtoren. „Das 1:1 hat uns aus dem Rhythmus gebracht“, so Huber. „Unsere junge Mannschaft braucht Zeit, aber wir waren richtig gut – das müssen wir abhaken.“

Weil er also am Spiel seiner Mannschaft nur wenig auszusetzen hatte, richtet Huber den Blick schnell nach vorne. Dort sieht er den kommenden Gegner Kaan-Marienborn, der zurzeit einen richtigen Lauf hat. Unter Peter Wongrowitz – der ehemalige Coach des NRW-Ligisten KFC Uerdingen trat im Winter die Nachfolge des zurückgetretenen Jörg Rokitte an – haben die Siegener nur ein Spiel verloren, und zwar das beim Tabellenführer SG Wattenscheid 09 (0:1). Zwei Unentschieden gab’s noch beim ASC Dortmund (0:0) gegen Hordel (1:1) und Siege gegen Olpe (3:1), Oestrich-Iserlohn (4:0) sowie zuletzt beim 2:1 beim BV Brambauer. „Kaan-Marienborn hat eine sehr aggressive, zweikampfstarke Mannschaft und ist bei Standradsituationen sehr gefährlich. So haben sie auch das entscheidende Tor in Brambauer gemacht“, sagt Lothar Huber.

Respekt also vor dem Gegner, aber alles andere als Angst. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, sagt Sprockhövels Trainer. Denn die Leistungen in diesem Jahr waren gut, von Platz drei trennen die TSG nur vier Punkte. In Kaan-Marienborn sollen weitere Zähler aufs Konto, und dazu steht Lothar Huber wohl der gesamte Kader zur Verfügung. Hakan Gültekin werde nach seiner Verletzung auch wieder im Kader stehen, aber nicht von Anfang an auflaufen, sagt der 59-Jährige.

Hakan Gültekin ist auch ein Beispiel für die vielen jungen Talente, die der Verein vom Baumhof unter Lothar Hubers Regie herausgebracht hat. Die Fähigkeit, junge Leute weiterzuentwickeln ist einer der Gründe dafür, dass die TSG den Vertrag mit Huber um ein weiteres Jahr verlängert hat. Der Trainer geht dann, mit Unterbrechung, in sein siebtes Jahr auf der Sprockhöveler Bank. „Ich arbeite gerne mit jungen Leuten und zeige ihnen den Weg.“ Die gute Jugendarbeit bringe immer wieder guten Nachwuchs in die Seniorenabteilung. „Es geht auch bei der TSG: Mirkan Aydin spielt in der zweiten Bundesliga für den VfL Bochum und Lukas Schmitz sogar in der ersten Bundesliga für Werder Bremen.“ Ein weiterer Faktor ist für Huber die Atmosphäre im Klub. „Ich persönlich brauche dieses Umfeld. Der Verein ist familiär geführt, das macht die TSG sympathisch. Und ich werde es nie vergessen: Als wir in der Oberliga mal in der Hinrunde nur 11 Punkte geholt haben, da waren die Leute trotzdem da und haben uns unterstützt.“

 

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