Heimische Segler sammeln Siege

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Wolfgang Grupe vom Segelclub Hattingen gewinnt mit VorschoterGerhard Feldmann die Deutsche Meisterschaft der Handicap-SeglerWolfgang Grupe vom Segelclub Hattingen gewinnt mit VorschoterGerhard Feldmann die Deutsche Meisterschaft der Handicap-Segler

Hattingen.. Die Hattinger Segeltage 2012, in deren Rahmen erstmals auch die Deutsche Meisterschaft der Handicap-Crewboote ausgefahren wurde, waren für den Veranstalter, den Segelclub Hattingen, ein Erfolg. Drei von vier Konkurrenzen auf dem Kemnader Stausee entschieden heimische Segler für sich.

So zum Beispiel Steuermann Wolfgang Grupe (SC Hattingen) mit seinem Vorschoter Gerhard Feldmann (BSG Gummersbach) im Handicap-Wettbewerb. Die beiden sicherten sich den Titel, indem sie vier von fünf Fahrten gewannen. Nur am zweiten Wettkampftag mussten sie ein Mal den späteren Gesamtzweiten Guido Gärtner und Hans Wilhelm Bock den Vortritt lassen, vier Mal waren die die beste Crew. „Am Samstag haben sie bei schwierigen Bedingungen die wenigsten Fehler gemacht und am Sonntag den Sieg nach Hause gefahren“, so der SCH-Vorsitzende Udo Scheer. Gerhard Möller und Manfred Decker, beide vom Segelclub Hattingen, belegten am Ende den sechsten und letzten Platz.

Richtig spannend war es in der Bootsklasse Kielzugvogel. „Das war ein heißes Rennen“, so Udo Scheer. Ein Rennen, in dem die Hattinger Starter Jörg Friedlein und Anette Diehl das bessere Ende für sich hatten. Sie fingen am zweiten Tag noch die Führenden Manfred Brändler (Duisburger Yachtclub) und Jan Küper (SCN Segelclub Najade) ab. Aber auch hinter den Siegern war es knapp. Jürgen und Heike Reichardt (Segler-Kameradschaft Heisingen) mussten sich nur wegen des schlechteren Ergebnisses im letzten Durchgang mit Platz drei begnügen. Die weiteren Hattinger Starter Heinz-Reiner Friedlein und Rolf Stöttelder (7.), Gero Skopp und Marian Scheer (11.), Daniel Scheer und Christina Stadtler (12.) sowie Marco Hill und Kathrin Skopp (14.) konnten bei der Vergabe der vorderen Plätze nicht mitreden. Freude herrschte bei den Ausrichtern nicht nur über den Heimsieg, sondern auch darüber, dass das Rennen wegen des 14 Boote starken Teilnehmerfeldes auch als Ranglistenregatta geführt wird.

Fast zwangsläufig ergab sich ein Erfolg für den Segelclub in der Klasse Laser II, denn hier stand vier Hattinger Booten nur ein auswärtiges gegenüber. Am Ende hatten Peter Kruse und Arne Wittemer die besten Ergebnisse erzielt und gewannen vor den anderen heimischen Booten von Valerija und Eugen Rogulenko, Jannik Schwarz und Farina Bauer sowie Ralf Terheyden und Felix Meling.

Einzig bei den Vaurien konnte sich kein Hattinger Boot platzieren – weil keines an den Start gegangen war. Im mit zehn Booten besetzten Feld setzten sich am Ende Peter Lakshmanan (Segelverein Lottental) und Karl Leonard Rusche (Yachtclub Westfalia Arnsberg) durch.

Zur Ermittlung der Hattinger Stadtmeisterschaft wurden die Ergebnisse der unterschiedlichen Bootsklassen mit einem Faktor verrechnet, der auch die Größe des jeweiligen Starterfeldes berücksichtigt. Hier gewann das Duo Friedlein/Diehl knapp vor Kruse/Wittemer.

Trotz des heftigen Windes am Montag, der für einen Abbruch der Wettfahrten führte, zieht Udo Scheer ein positives Fazit: „Es war eine gelungene Veranstaltung, wie der Dank vieler Teilnehmer zeigte.“ Auch beim Empfang der Teilnehmer im Rathaus bei Sportdezernentin Beate Schiffer fanden die Segeltage Anerkennung, vor allem für die Integration der behinderten Segler. Angereichert waren die Segeltage auch noch durch die Kunstaktion „Art on sail“, die die Boote der Klasse Kielzugvogel mit bunten Segeln starten ließ.

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