Gemischte Gefühle nach verspielter Führung

Julian Resch
Christopher Antwi-Adjej (rechts) schoss am Dienstagabend das erste Regionalligator für die TSG Sprockhövel.
Christopher Antwi-Adjej (rechts) schoss am Dienstagabend das erste Regionalligator für die TSG Sprockhövel.
Foto: Funke Foto Services
  • TSG-Trainer Andrius Balaika ärgert sich über die vergebenen Chancen nach dem 2:0
  • Co-Trainer Raoul Meister lobt die verbesserte Defensive
  • Christian März sticht in der starken TSG-Offensive heraus

Sorockhövel.  Es fehlte nicht wirklich nicht viel zum ersten Sieg in der Fußball-Regionalliga für die TSG Sprockhövel. Die Mannschaft von Trainer Andrius Balaika hatte den SC Verl am Rande einer Niederlage, doch letztlich machte auch die Unerfahrenheit und die Nervosität den Sprockhövelern einen Strich durch die Rechnung.

„Ich habe gemischte Gefühle nach diesem Spiel“, sagte Andrius Balaika. „Natürlich haben wir gegen eine richtig starke Mannschaft einen Punkt geholt, aber wir haben eben auch eine 2:0-Führung verspielt.“

Mit einem dritten Tor wären die Sprockhöveler vermutlich durch gewesen und Möglichkeiten gab es dazu ja genug. Nach der Halbzeit schnürte die TSG die Gäste in deren Hälfte ein und kam zu mehreren hundertprozentigen Chancen. Diese ließen Max Claus, Christopher Antwi-Adjej und Adrian Wasilewski, der es per schönem Weitschuss versuchte, aus. „Das war der Knackpunkt“, erklärte Balaika. „Danach war klar, dass Verl noch einmal kommen würde. Zwei blöde Fehler haben dann zu den beiden Toren von Verl geführt. Wir müssen lernen solche Drangphasen schadlos zu überstehen. In einigen Situationen hat man unseren Spielern die Nervosität angemerkt.“

Am Ende konnten die Sprockhöveler froh über das zweite Unentschieden in der neuen Liga sein, denn die besseren Chancen verbuchten in der Schlussphase die Gäste.

Ein Schritt nach vorne

Trotz der noch sichtbaren Makel waren Verbesserungen zu den ersten beiden Spielen zu erkennen. „Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht“, so Balaika. „Dass wir gut mithalten können, haben wir jetzt gesehen. Nun müssen wir auch irgendwann anfangen zu gewinnen. Am Samstag gegen Aachen wollen wir nicht nur die Stimmung genießen und das Stadion besichtigen.“

Einen Spieler aus seinen Reihen wollte der TSG-Coach nicht positiv herausnehmen. „Das wäre unfair. Die ganze Mannschaft hat richtig gut gespielt“, so Balaika. Doch ein Spieler stach in der Offensive immer wieder heraus: Christian März. Er war immer anspielbar, fand aus den schwierigsten Situationen gute Lösungen und wirkte auch in der Defensive gut mit, indem er mit voller Wucht seine Zweikämpfe bestritt und meisten auch gewann. Auch sein unhaltbarer Schuss zum 2:0 fügte sich hervorragend in seine insgesamte Leistung ein.

Verbesserung in der Defensive

Co-Trainer und Kapitän Raoul Meister, der aktuell wegen einer Verletzung fehlt, freute sich vor allem über die gute Defensivleistung. „Die ersten zehn Minuten mussten wir überstehen, doch danach haben wir sehr gut gestanden. Verl hat danach fast nur noch mit langen Bällen agiert. Diese haben wir aber sehr gut abgelaufen.“, so Meister.