Für die TSG war mehr möglich

Heiner Wilms
Die Entscheidung: Schalkes Tobias Pachonik schließt ein Solo über den halben Platz mit dem Treffer zum 2:0 ab. Foto:Winfried Labus
Die Entscheidung: Schalkes Tobias Pachonik schließt ein Solo über den halben Platz mit dem Treffer zum 2:0 ab. Foto:Winfried Labus
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
  • Unnötige Niederlage gegen Schalkes U 23
  • Konkurrenz aus Rödinghausen und Oberhausen punktet
  • Sprockhövel jetzt auf einem Abstiegsplatz

Sprockhövel. Schalke 04 U 23 -
TSG Sprockhövel 2:0

Zweite Niederlage in Folge für die TSG Sprockhövel: Dem 0:4 gegen die U 23 von Borussia Dortmund im Hagener Ischeland-Stadion folgte am Samstag im Bottroper Jahnstadion ein 0:2 gegen die U 23 von Schalke 0:4.

Auch nicht gut: Die Konkurrenz aus Rödinghausen und Oberhausen hat diesmal gepunktet, und deshalb ist die TSG auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

Zwei Niederlagen also, doch die beiden letzten Auftritte der Sprockhöveler sind überhaupt nicht mitein­ander zu vergleichen. War die TSG gegen Dortmund absolut chancenlos, so hätte gegen Schalke gepunktet werden können. Denn die Königsblauen stellen in dieser Saison wohl keine Mannschaft, die zu den Spitzenteams der Regionalliga gehört. Auch gegen die TSG spielte Schalke nicht sonderlich gut, die Tore resultierten aus einer Standardsituation und einer schönen Einzelleistung.

Die Sprockhöveler waren nach der 0:4-Klatsche gegen Dortmund bemüht, zunächst einmal in der Defensive sicher zu stehen. Trainer Andrius Balaika versuchte es wieder mit einer Fünferkette, um dann viele Ballgewinne zu erzwingen und anschließend schnell umzuschalten. Das mit den Ballgewinnen klappte auch gut, das mit dem Umschalten auf Offensive weniger.

Chancen für Demir und Claus

Allerdings taten sich auch die Schalker in der Offensive sehr schwer. Das mag zu einem Teil auch den Wetterbedingungen geschuldet sein, denn an Tempo-Fußball war bei der extremen Hitze nicht zu denken. Nach recht verhaltener Anfangsphase wurde Schalke aber bald aktiver. So versuchte es in der 19. Minute Fabian Reese mit einem Schuss aus der Distanz, verfehlte das Ziel aber knapp. Nur 120 Sekunden darauf durfte sich Reese, den die Schalker mit einem Profi-Vertrag ausgestattet haben, aber als Torschütze feiern lassen. Nachdem Kai Wagner den Ball bei einer Ecke auf den kurzen Pfosten gespielt hatte, traf Reese mit einem Kopfball in die lange Ecke zum 1:0 für die Gastgeber.

Doch die TSG verdaute diesen Rückstand diesmal recht gut. Die Sprockhöveler wurden mutiger und hätten in der 31. Minute den Ausgleich erzielen könne. Zunächst wurde ein Schuss von Alpay Cin geblockt, und unmittelbar darauf schoss Emre Demir knapp am rechten Pfosten vorbei.

Sprockhövel war also noch im Spiel und hatte vor der Halbzeit eine weitere Chance zum 1:1. In der 42. Minute flankte Tim Oberdorf von der rechten Seite, Max Claus stieg zum Kopfball hoch, doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor. Es gab also durchaus Chancen, dennoch lag das Sprockhöveler Problem eindeutig in der Offensive .

In der zweiten Halbzeit gab es dann zunächst einige Halbchancen, aber auch eine hundertprozentige Möglichkeit für Schalke – wiederum durch Fabian Reese, der aber an TSG-Torwart Sven Möllerke scheiterte.

Pachonik trifft im zweiten Versuch

TSG-Trainer Andrius Balaika versuchte dann noch einmal, das Angriffsspiel zu beleben. In der 73. Minute brachte er mit Nazzareno Ciccarelli und Philipp Kenan Dünnwald zwei frische Spieler und löste auch die Fünferkette auf. Doch dann leistete sich seine Mannschaft einen Blackout. Sie ermöglichte Schalkes Tobias Pachonik ein ungestörtes Dribbling über 30 Meter plus Abschluss. Den verbaselte Pachonik zwar fast noch, doch die TSG ließ ihm die Chance zum zweiten Versuch – und der saß. Und für Sprockhövel war damit ein Spiel verloren, dass man sicher nicht verlieren musste.

Tore: 1:0 Fabian Reese (31.), 2:0 Tobias Pachonik (80.).
Schalke: Algermissen, Wagner, Uphoff, Reese, Bohnert (77. Mauersberger), Boyamba (87. Skrzecz), Fiesser, Bitter, Plechaty, Pachonik, Dum.
Sprockhövel: Mölllerke, Oberdorf, Heiserholt, Wasilewski, Mwondo, Gremme, Dudda, Cin (73. Dünnwald), Demir (73. Ciccarelli), März (83. Bukowski), Claus.
Schiedsrichter: Martin Ulankiewicz.
Zuschauer: 220.