Die Überflieger vom TuS Hattingen

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Hattingen..  Die Handballer des TuS Hattingen haben es geschafft. Nach dem 37:32-Sieg beim HC Heeren-Werve am Freitagabend stehen die Rot-Weißen als Landesliga-Meister fest und kehren nach dreijähriger Abstinenz in die Verbandsliga zurück.

„Das ist die Krönung“, sagt Trainer Maik Düerkop. „Wir sind durch und können die restlichen Spiele nutzen, um ein wenig experimentieren. Wir wollen alle Spiele gewinnen, brauchen es aber nicht mehr so verbissen sehen.“ Als Schlüssel zum Erfolg seines Teams sehe er das „funktionierende Kollektiv“, sagt Düerkop. „Jeder ist bereit, für den anderen mitzulaufen.“ Die mannschaftliche Geschlossenheit zeige sich nicht nur in der Einstellung, sondern auch in der Leistung. „Wir haben keinen überragenden Spieler, sondern viele, die ein Spiel entscheiden können.“

Das sieht auch Julian van Kessel so, der im Winter 2010/2011 zum TuS wechselte. Vor allem im Innenblock der Defensive hat sich van Kessel, der vom damaligen Verbandsligisten TV Lobberich (Niederrhein) nach Hattingen kam, zum Leistungsträger entwickelt. „Wir verstehen uns als Mannschaft super“, sagt der 26-Jährige. „Und das merkt man auf dem Feld.“ Schon zu Saisonbeginn habe er ein gutes Gefühl gehabt, sagt van Kessel. „Wir haben akribisch gearbeitet und trainiert, trainiert, trainiert.“

Ehrgeiz, Mannschaftsgeist und nicht zuletzt auch viel Talent, das sind die Gründe für eine Meisterschaft, die kaum souveräner herausgespielt werden konnte. Aber dieser Erfolg kann bei allem Talent nicht als selbstverständlich gelten, denn ein Großteil des Teams besteht aus Spielern des Jahrgangs 1991. Spielern also, die in der Jugend der JSG Hattingen-Welper in Regional- und Oberliga ihr Talent nachgewiesen haben, die aber eben auch noch sehr jung sind.

Einer von diesen Spielern ist Kreisläufer Luca Kuhnhenn, und auch er war eigentlich davon ausgegangen, dass es mit dem Aufstieg noch ein bisschen dauern könnte. „Das ist überragend, vor allem, dass es so schnell geklappt hat“, sagt er. Kuhnhenn misst dem Verbandsligaaufstieg viel Bedeutung bei. Auch im Vergleich mit dem Einzug in die höchste Jugendspielklasse, die Regionalliga, mit der A-Jugend der JSG. „Das ist genau so einzuordnen – wenn nicht sogar höher“, sagt Luca Kuhnhenn.

Der Jüngste im gesamten Aufsteiger-Team ist Torhüter Mathis Stecken, der gleich in seiner ersten kompletten Seniorensaison diesen großen Erfolg feiern darf. „Das ist ein super Gefühl“, sagt er. „Vor allem, wenn man das im Alter von 19 Jahren erreicht. Es gibt viele Handballer, die das nie erleben.“ In der Verbandsliga erwartet Stecken eine große Herausforderung für den TuS Hattingen. „Das wird eine Nummer härter, und die Spiele werden nicht mehr so eindeutig ablaufen. Da werden wir 60 Minuten lang Gas geben müssen.“

 
 

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