Die TSG Sprockhövel kämpft um den Anschluss

Heiner Wilms
Sprockhövels Kapitän Raoul Meister (Bildmitte) hat wieder Beschwerden am Hüftbeuger. Ein Einsatz kommt diesmal nicht in Frage.
Sprockhövels Kapitän Raoul Meister (Bildmitte) hat wieder Beschwerden am Hüftbeuger. Ein Einsatz kommt diesmal nicht in Frage.
Foto: Rene Traut
Zwei derbe 0:5-Niederlagen setzte es zuletzt für Regionalliga-Aufsteiger TSG Sprockhövel. Und es gibt eine weitere schlechte Nachricht.

Sprockhövel.  Die beiden empfindlichen 0:5-Niederlagen gegen die Kölner Vertreter in der Regionalliga haben sie abgehakt. Jetzt konzentrieren sich die Fußballer der TSG Sprockhövel auf das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf II (Anstoß: Samstag, 14 Uhr, Baumhof). Doch es gibt wieder eine schlechte Nachricht.

Denn Kapitän Raoul Meister ist nicht an Bord. Die alte Verletzung ist aufgebrochen, Meister hat wieder Beschwerden am Hüftbeuger. Für die Sprockhöveler ist der Ausfall ihres Führungsspielers natürlich ein herber Verlust, zumal das Defensivverhalten zuletzt alles andere als optimal war. Insgesamt zehn Gegentore in zwei Spielen sprechen da eine deutliche Sprache.

Führungsspieler Raoul Meister muss wieder passen

Raoul Meister muss also ersetzt werden. Kandidaten für den Platz in der Innenverteidigung neben Jan-Niklas Budde wären wohl Patrick Polk, Cedric Mwondo oder vielleicht auch Finn Heiserholt, der auf dieser Position ja schon wiederholt ausgeholfen hat.

Aber Sprockhövels Probleme liegen zurzeit ja nicht nur in der Defensive. Auch vorne will es nicht richtig klappen. Elf Tore hat die TSG bisher erzielt, das ist der schlechteste Wert in der Liga. Kaum besser in dieser Hinsicht ist Fortuna Düsseldorf II mit bisher zwölf Saisontoren. Es riecht also nicht unbedingt nach einem Torfestival im Baumhof. Doch die Offensive macht Sprockhövels Trainer gar nicht einmal so große Sorgen. „Wenn wir die Partie gegen Viktoria Köln ausklammern, dann haben wir eigentlich in jedem Spiel unsere Chancen gehabt“, sagt Andrius Balaika, der aber natürlich auch weiß, dass elf Tore in 15 Spielen eine eher magere Ausbeute sind. „Deshalb stehen wir ja da, wo wir stehen“, so Balaika mit Blick auf den drittletzten Platz.

Voraussichtlich vier Mannschaften steigen ab

In der Angriffsspitze läuft es am Samstag wohl auf einen Einsatz von Hatim Bentaleb hinaus. Der 21-Jährige hat im Vergleich mit Max Claus Vorteile im körperlichen Bereich. Bentaleb kann vorne auch einmal einen Ball behaupten. Max Claus ist dagegen der laufstärkere Spieler.

Die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf ist ein unmittelbarer Tabellennachbar der Sprockhöveler, steht aber einen Rang und drei Punkte vor der TSG. Allerdings belegt auch Fortuna Düsseldorf II noch einen Abstiegsplatz, bis zu einem sicheren Platz sind es aus TSG-Sicht immerhin schon acht Punkte. Das alles aber unter der Voraussetzung, dass es am Ende der Saison vier Absteiger gibt. Sollte der Tabellenerste aber in die 3. Liga aufsteigen, würde sich die Zahl reduzieren. Allerdings schafft der Regionalliga-Meister den Klassensprung nicht direkt, der Weg in die höhere Spielklasse führt nur über die Relegation.

Emre Demir hat das Training wieder aufgenommen

Aber das ist noch Zukunftsmusik. Für die Sprockhöveler geht es aktuell darum, den Kontakt zu Fortuna Düsseldorf II nicht abreißen zu lassen. Das wird aber nur gelingen, wenn die TSG mit großem Einsatz und vor allem körperbetont spielt. Darauf weist auch Andrius Balaika noch einmal hin. „Wenn wir so spielen wie zuletzt gegen Köln, dann haben wir keine Chance“, sagt der Trainer.

Bis auf den Ausfall von Raoul Meister, der natürlich schwer wiegt, ist die Personallage bei der TSG recht gut. Auch Emre Demir ist wieder ins Training eingestiegen.