Die Abteilung Aufstieg

Foto: WAZ FotoPool
Für die Handballer des TuS Hattingen ist am vergangenen Donnerstag eine Spielzeit zu Ende gegangen, die nicht besser hätte laufen können.

Hattingen.. Im Entscheidungsspiel gegen den SV Teutonia Riemke IV machte die vierte TuS-Mannschaft mit dem 28:22-Sieg den vierten Aufstieg einer Hattinger Seniorenmannschaft in nur einer Saison perfekt.

Nein, mehr ging wirklich nicht – alle Seniorenteams haben den Klassensprung hingelegt. „Daran hat vor der Saison keiner gedacht“, sagt Hattingens Handball-Abteilungsleiter Franz Schäfer, der nicht nur in dieser Funktion an den Erfolgen beteiligt war. Er coachte die dritte Mannschaft und stand bei der vierten noch so manches Mal auf dem Feld, und das mit 51 Jahren. „Das Ziel hat sich erst im Laufe der Saison ergeben“, sagt er.

Den Anfang im Jubelreigen machte die erste Mannschaft unter Trainer Maik Düerkop, die sich frühzeitig Ende März den Titel in der Landesliga und damit den Aufstieg in die Verbandsliga sicherte. „Das hatten wir insgeheim gehofft“, sagt Franz Schäfer. „Dass es bei der ersten und zweiten Mannschaft dann so deutlich war, war aber überraschend.“ Denn die Reserve von Trainer Frank Osterloh zog nach. Mitte April sicherte sie sich die Meisterschaft in der Kreisliga und damit das Startrecht in der Bezirksliga.

Blieben noch die Hoffnungen bei dritter und vierter Mannschaft. Und die schienen nach Ablauf der regulären Saison schon begraben. Denn die dritte Mannschaft belegte in der 1. Kreisklasse am Ende nur den dritten Platz und musste der Drittvertretung Westfalia Hernes ganz knapp den Vortritt lassen. Und der TuS Hattingen IV zog im Kopf-an-Kopf-Rennen mit der zweiten Mannschaft der TSG Sprockhövel in der 4. Kreisklasse den Kürzeren.

Der Traum vom Vierfach-Aufstieg schien schon geplatzt, beim Saisonabschluss konnten „lediglich“ zwei Aufstiege gefeiert werden. Mitte Mai öffnete sich dann plötzlich eine neue Tür. Der PSV Recklinghausen II sicherte sich im letzten Spiel der Abstiegsrelegation am vorvergangenen Wochenende den Klassenerhalt in der Bezirksliga – das war die Voraussetzung dafür, dass die dritte Hattinger Mannschaft in die Kreisliga aufsteigen konnte und die vierte ihr Entscheidungsspiel gegen Riemke sicher hatte. Es lief alles nach Hattinger Wunsch, der Ausgang ist bekannt.

Wegen der ständig wechselnden Besetzungen beider Teams sei damit nicht zu rechnen gewesen, sagt Franz Schäfer. Jetzt werde man nach einem geeigneten Termin suchen, um den vierfachen Aufstieg gebührend nachzufeiern.

Ein Aufstieg stellt immer auch eine Herausforderung dar, erst recht natürlich ein vierfacher. Um die erste und zweite Mannschaft mache er sich für die kommende Saison weniger Sorgen, sagt Franz Schäfer. „Für die dritte Mannschaft ist es der größte Sprung, sie spielt jetzt in der gleichen Klasse wie vergangene Saison noch die zweite.“ Auf die vierte Mannschaft sehe er hingegen keine großen Unterschiede zukommen. Große Veränderungen auf den Trainerbänken wird es beim TuS nicht geben. Maik Düerkop und Frank Osterloh machen weiter. Ob Franz Schäfer weiterhin die dritte Mannschaft unter seine Fittiche nimmt, sei hingegen noch nicht ganz klar. Und bei der vierten Mannschaft, die aus dem älteren A-Jugend-Jahrgang und einigen alten Recken besteht? „Die braucht weiterhin keinen Trainer – davon sitzen genug auf der Bank“, sagt Franz Schäfer mit einem Lachen und Blick auf die Oldies des Teams.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel