Der Weg in die Hauptrunde ist für die TSG nicht mehr weit

Heiner Wilms
Auf der Bank Platz nehmen wird auch Kapitän Raoul  Meister (links). Trainer Andrius  Balaika will im Pokal kein Risiko eingehen. Foto:Micha Korb
Auf der Bank Platz nehmen wird auch Kapitän Raoul Meister (links). Trainer Andrius Balaika will im Pokal kein Risiko eingehen. Foto:Micha Korb
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  • Regionalligist TSG Sprockhövel tritt im Achtelfinale gegen den Landesligisten FSV Werdohl an
  • In der nächsten Runde könnten der FC Brünninghausen oder Rot-Weiss Ahlen der Gegner sein
  • Die Sportfreunde Lotte könnten im Pokal-Wettbewerb noch für einen überraschende Wendung sorgen

Sprockhövel.  In der Meisterschaft sind die Regionalliga-Fußballer der TSG Sprockhövel an diesem Wochenende nicht aktiv, dafür aber im Westfalenpokal, bei dem es langsam aber sicher in die entscheidende Phase geht und über den auch die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals erreicht werden kann. Der Weg bis dahin ist übrigens gar nicht mehr so weit.

Sprockhövel hat inzwischen das Achtelfinale erreicht und läuft am heutigen Samstag um 13.30 Uhr beim Landesligisten FSV Werdohl auf. Eine lösbare Aufgabe also, und im Falle eines Sieges träfen die Sprockhöveler im Viertelfinale auf den Sieger der Partie FC Brünninghausen (Oberliga) gegen Rot-Weiss Ahlen (Regionalliga).

Mit Lotte, Paderborn und Münster sind noch drei Drittligisten im Wettbewerb

Von der Papierform her sind das schon erheblich stärkere Gegner, doch unlösbar sollte die Aufgabe auch gegen eine dieser beiden Mannschaften nicht sein. Mit etwas Glück winkt also das Halbfinale, in dem dann allerdings ein Drittligist der Gegner sein könnte. Noch im Wettbewerb sind Preußen Münster, SF Lotte und SC Paderborn. Mit richtig viel Glück könnte die TSG ins Endspiel einziehen, was eventuell für die Qualifikation zur ersten Hauptrunde reicht. Doch dafür gibt es einige Voraussetzungen:

Gesetzt für die erste Hauptrunde sind alle Erst- und Zweitligisten sowie die vier bestplatzierten Mannschaften der 3. Liga. Hinzu kommen die 21 Sieger der Verbandspokal-Endspiele, womit wir bei 61 Mannschaften wären. Für die erste Runde zugelassen werden aber 64 Teilnehmer. Die restlichen drei dürfen die größten Verbände stellen - Bayern, Niedersachsen und halt auch Westfalen.

Aus dem Fußballverband Westfalen sind zwei Vertreter dabei

In Niedersachsen kommen beide Landespokalfinalisten in die Hauptrunde, in Bayern der Landespokalsieger und der beste bayerische Amateurverein der Regionalliga und in Westfalen der Landespokalsieger und der Gewinner aus dem Spiel des Oberliga-Meisters gegen den besten westfälischen Vertreter in der Regionalliga West.

Das ist der Normalfall. Allerdings kann sich in Westfalen auch der Verlierer des Landespokalfinales für die erste Hauptrunde qualifizieren. Und zwar dann, wenn sich der Gewinner des Endspiels zusätzlich auf einem anderen Weg qualifiziert. Das könnten zum Beispiel die Sportfreunde Lotte schaffen. „Sollte Lotte in der 3. Liga unter die ersten Vier kommen und zudem den Landespokal gewinnen, wäre auch der Verlierer des Endspiels in der Hauptrunde vertreten“, sagt Pokalspielleiter Klaus Overwien.

Sprockhövels Kapitän Raoul Meister wird im Spiel geegen Werdohl pausieren

Völlig unmöglich erscheint es also nicht, dass die TSG die Qualifikation für die Hauptrunde schafft. Auch das wäre ein Novum in der Vereinsgeschichte, und TSG-Trainer Andrius Balaika will mit seiner Mannschaft so lange wie eben möglich im Pokalwettbewerb bleiben. Und deshalb wird auch das Spiel gegen Werdohl mit dem nötigen Ernst angegangen. Nähere Informationen über den Gegner Werdohl gibt es zwar nicht, allerdings sollte ein Regionalligist auch so in der Lage sein, einen Landesligisten auszuschalten.

Weil die Sprockhöveler also unbedingt weiterkommen wollen, werden sie in Werdohl mit einer ähnlichen Formation wie zuletzt in der Meisterschaft gegen Rot-Weiss Essen beginnen. „Wir werden nicht allzu viel experimentieren, dafür ist dieses Spiel für uns ganz einfach zu wichtig“, sagt Andrius Balaika, der auf der anderen Seite aber auch nicht zu viel riskieren will. Ein Einsatz von Kapitän Raoul Meister, der sich immer noch mit Problemen am Hüftbeuger herumschlägt, ist deshalb ausgeschlossen.