Der unsichere zweite Platz

Hedefspor Trainer Holger Aden sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg.Foto:Manfred Sander
Hedefspor Trainer Holger Aden sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg.Foto:Manfred Sander
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Hattingen..  Der aktuelle Siegeszug durch die Fußball-Landesliga lässt Hedefspor Hattingen in der Tabelle ganz schön klettern. Momentan liegen die Hattinger auf Platz drei, mit einem Punkt hinter dem SV Sodingen. Aber Hedef hat ja noch ein Spiel gegen den SC Husen-Kurl in der Hinterhand. Sollte das Nachholspiel gegen den Tabellenletzten siegreich gestaltet werden, winkt Platz zwei.

Nach all den turbulenten Wochen zum Ende der Hinserie und noch einmal zu Beginn der Rückserie mit zwei Trainerwechseln und mehreren Spielerwechseln und Verletzungen, war das sicherlich so nicht zu erwarten. „Wir brauchen uns ja nichts vormachen“, sagt Hedef-Trainer Holger Aden. „Natürlich wollen wir den zweiten Platz erreichen, denn letztlich wollen wir alle Spiele gewinnen.“

Nur was diese Vize-Meisterschaft hinterher bedeuten würde steht noch nicht fest. Normalerweise steht der zweite Rang in der Landesliga nicht für einen Relegationsplatz zum Aufstieg in die Westfalenliga. Das kann sich allerdings ganz schnell und auch erst recht spät in der Saison ändern. „Eine Relegation ist erst einmal nicht vorgesehen“, sagt Helmut Engelage, der Staffelleiter der Landesliga-Staffel drei. „Aber ich würde, als Verein alles dafür tun, um Zweiter zu werden, denn in den vergangenen Jahren hat es immer gereicht.“ Ob der zweite Rang hinterher doch noch zu einem Relegationsplatz wird, hängt von den oberen Ligen ab. Zieht eine Mannschaft aus der Regionalliga oder Westfalenliga zurück und wird dann unter Umständen ein Platz frei, müsste eine weitere Mannschaft nachrücken. „Mehr Klarheit gibt es aber erst ein paar Spieltage vor Schluss, wenn sich die Situation besser einschätzen lässt“, so Helmut Engelage. „Die Mannschaft hätte auf jeden Fall die Qualität in der Westfalenliga mitzuspielen“, erklärt Holger Aden. „Wir haben gegen Hordel und Heven bewiesen, dass wir da mithalten können. Das schwierige ist allerdings nicht in der Westfalenliga zu bleiben, sondern dort hochzukommen.“

Auch die imposante Siegesserie zuletzt lässt auf die nötige Qualität schließen. Gegen den SV Hilbeck gewann Hedef souverän mit 4:0 und hätte durchaus noch höher gewinnen können. Und Hilbeck gehört sicherlich nicht zu den schwächsten Teams der Liga. „Die Entwicklung der Mannschaft in den vergangenen Wochen gefällt mir gut“, kommentiert Aden. „Zuvor hat Hedef ja oft mit langen Bällen gearbeitet. Das mag ich nicht so gerne. Ich lasse lieber technischen Fußball spielen, auch wenn das früher als Spieler nicht so meine Stärke war. Aber ich sehe mir das deutlich lieber an.“

Beachtlich bei den Erfolgen gegen Hilbeck und auch zuvor gegen Höntrop und Schwarz-Weiß Wattenscheid ist, dass Hedefspor ohne Gegentreffer auskam. Das liegt zum Einen an Torwart Selcuk Aydin, der auch gegen Hilbeck mit tollen Paraden die Null festhielt. Zum Anderen beginnt die Hattinger Defensive schon ganz vorne mit den Stürmern. „Unsere Außenspieler greifen schon 20 Meter vor dem gegnerischen Tor an“, sagt Holger Aden. „Und auch unsere Außenverteidiger stehen sehr hoch. Das birgt natürlich auch Gefahren, aber im Training üben wir ein uns gegenseitig immer abzusichern und dem Gegner keine Anspielpunkte zu geben. Wichtiger ist aber, dass wir Spaß haben und am meisten Spaß macht es nun mal zu gewinnen.“

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