Der SuS Niederbonsfeld wächst

Jascha Winking
Da ging es richtig los: Im September 2011 wurde der Kunstrasenplatz an der Kohlenstraße fertiggestellt, wovon auch die Jugendabteilung profitiert.Foto:Svenja Hanusch
Da ging es richtig los: Im September 2011 wurde der Kunstrasenplatz an der Kohlenstraße fertiggestellt, wovon auch die Jugendabteilung profitiert.Foto:Svenja Hanusch
Foto: WAZ FotoPool

Hattingen.  „Der Spaß kann beginnen!“ So lautete die Meldung am 20. September 2011 auf der Internetseite des SuS Niederbonsfeld – und die Begeisterung kannte keine Grenzen mehr. Der Grund für diese emotionale Erklärung war die Fertigstellung des Kunstrasens an der Kohlenstraße. Neben den beiden Seniorenmannschaften trainieren und spielen dort jetzt auch die verschiedenen Jugendteams. So stellt der SuS eine A-, eine B-, eine E-, eine F-, und zwei G-Juniorenmannschaften.

Nachdem ein Gutachten der Universität Wuppertal den Standort Niederbonsfeld im Raum Hattingen für geeignet befand, um einen Kunstrasen-Platz zu errichten, boomte es in der Jugendabteilung. „Wir haben bei Jungen und Mädchen vor allem in den Altersstufen der Fünf- bis 13-Jährigen seit der Eröffnung des Kunstrasens rund 100 Neuanmeldungen zu verzeichnen, und unsere B-Jugend spielt sogar in der Leistungsklasse“, sagt Jugendleiterin Stefanie Bangert stolz. „Das ist natürlich auch für die Senioren von Vorteil, da die guten Spieler irgendwann nachrücken.“

Besonders beliebt beim SuS ist der Mädchen- und Frauenfußball. So stellt der Verein ab der U 11 für jede Altersklasse eine Mädchenmannschaft, bis hin zum ersten und zweiten Seniorinnen-Team. Luisa Holzmeier aus Langenberg, Spielerin der U17, ist stolz auf ihren Verein, da es nicht primär um das Gewinnen, sondern um den Fußball und die Freundschaft gehe. An ihr zeigt sich ein beim SuS oft zu beobachtendes Phänomen: Für den Verein spielen nicht nur Kinder und Jugendliche aus Hattingen, sondern auch Spieler aus den umliegenden Gemeinden. Jugendleiterin Bangert sagt dazu: „Natürlich versuchen wir, auch Spieler aus den näheren Städten für uns zu gewinnen und einzugliedern.“

Jugendspieler werden als Trainer eingebunden

Eingegliedert in den Trainingsbetrieb werden beim SuS Niederbonsfeld auch Spieler aus der eigenen Jugendabteilung. Robin „Totti“ Kehrmann, Stammspieler in der A-Jugend, trainiert die Fünf- bis Siebenjährigen. Zuerst sei er etwas skeptisch gewesen, dann aber habe ihm der Trainer-Job sehr viel Spaß bereitet, sagt er.

Jede Jugendmannschaft des SuS wird von mindestens einem Trainer betreut, der bei Lehrgängen vom DFB unter fachkundiger Aufsicht geschult wurde. „In Zukunft wünschen wir uns für unsere Trainer auch noch eine Erste-Hilfe-Schulung, damit sie eingreifen können, falls wirklich mal etwas passieren sollte“, so Bangert. Auch über die Anschaffung eines Defibrillators denkt der Verein nach, um besonders den Jugendfußball noch sicherer zu machen. Bis jetzt fehlen jedoch die finanziellen Mittel, da als Sponsoren meist Eltern mit kleineren Firmen helfen, und diese die ca. 2000 Euro für das Gerät nicht stemmen können.

Der SuS ist ein sehr familiärer Verein. So veranstaltet die Altherren-Mannschaft jedes Jahr eine Weihnachtsfeier, deren Erlöse der jeweiligen A-Jugend zu Gute kommen. Diese wiederum vertritt den Verein, meistens zusammen mit der B-Jugend, bei internationalen Turnieren – wie im vergangenen Jahr in den Niederlanden, wo der SuS den sechsten Platz erreichte.

Doch auch vor der eigenen Haustür geht es rund. Und zwar am kommenden Wochenende. Die Jugendleiterin freut sich auf das nächste große Jugend-Turnier in Niederbonsfeld, das dreitägige Pfingstturnier vom 18. - 20. Mai – unter anderem mit Rot-Weiss Essen. „Natürlich sind wir stolz auf das Erreichte, trotzdem suchen wir noch für alle Jugendmannschaften neue Spieler, um uns immer weiter zu verbessern“, sagt Stefanie Bangert.