Der erste Triumph der Sportfreunde

Niederwenigern war in dem dreitägigen Turnier die konstanteste Mannschaft und gewann am Ende verdient.Foto:Manfred Sander
Niederwenigern war in dem dreitägigen Turnier die konstanteste Mannschaft und gewann am Ende verdient.Foto:Manfred Sander
Foto: WAZ FotoPool

Sprockhövel/Hattingen..  Die Sportfreunde Niederwenigern haben die 26. Auflage des Hallenturniers um den WAZ-Pokal gewonnen. Im Finale besiegten sie Ausrichter TSG Sprockhövel mit 5:3.

Vielleicht hat Bertold Pieper ja ein bisschen tief gestapelt. Die Hallensaison werde man in diesem Jahr nicht mit übertriebenem Ehrgeiz angehen, hatte Niederwenigerns Fußball-Abteilungsleiter noch ein paar Tage vor dem Turnier um den WAZ-Pokal gesagt. Nein, man werde sich zurückhalten. Allein schon wegen der Verletzungsgefahr in der Halle. Von echter Zurückhaltung kann man aber wohl nicht sprechen, denn die Schwarz-Gelben reckten am Ende des dreitägigen Turniers den Siegerpokal in die Höhe. Damit hat das Turnier einen neuen Sieger, denn Niederwenigern gewann in der Sprockhöveler Glückauf-Halle zum ersten Mal.

Aber irgendwie hatte es sich ja auch ein bisschen abgezeichnet. Denn die Sportfreunde lösten schon in der Vorrunde alle gestellten Aufgaben souverän, während sich die TSG, die das Turnier schon 15 Mal gewonnen hat, in einigen Spielen doch sehr quälte.

Doch im Finale steigerte sich die Mannschaft um Kapitän Raoul Meister noch einmal und zeigte gegen Niederweigern ihre wahrscheinlich beste Leistung.

Es lief zunächst auch nach Plan, denn Raoul Meister brachte in der dritten Minute den Oberligisten in Führung. Doch davon lässt sich ein richtiger Sportfreund halt nicht erschüttern. Schon gar nicht Maxim Osterhage, der gegen seine alten Mannschaftkollegen postwendend ausglich. Durch ein Eigentor gerieten die Sprockhöveler in Rückstand, und nach dem Treffer von Sidney Rast war Niederwenigern richtig in der Spur. Dieser Treffer war übrigens sehenswert, denn Rast startete seinen Vorstoß in der eigenen Hälfte, wurde nicht richtig angegriffen und überwand dann letztlich TSG-Torwart Patrick Knieps.

Zwei-Minuten-Strafe für Knieps

Die Entscheidung war das aber noch nicht. Denn Sprockhövel glich durch Treffer von Aldin Hodzic und Felix Gremme wieder aus.

Alles also wieder auf Null. Bis zu dem Zeitpunkt, als es für TSG-Torwart Patrick Knieps eine Zwei-Minuten-Strafe setzte. Jörg Neumann stellte sich dann zwischen die Pfosten, Sprockhövel spielte in Unterzahl und kassierte in dieser Phase das 3:4. SFN-Talent Marius Lünemann traf mit der Hacke, und kurz vor Schluss ließ Maxim Osterhage noch das 5:3 folgen.

Der beste Torschütze des Turniers stand übrigens nicht im Finale. Denn der heißt Tamer Aydin und traf in der Vorrunde neunmal für Hedefspor, bis er sich verletzte. Auf sieben Tore kamen Christopher Antwi-Adjej (TSG) und Elvir Beganovic (Sandzak).

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