Bezirksliga - Lokalderby mit offenem Visier

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Sowohl TuS Hattingen als auch Hedefspor brauchen Punkte. Peter Kursinski und Marius Kundrotas versprechen, auf Sieg spielen zu lassen.

Am Montag (15 Uhr, Wildhagen) empfängt der TuS Hattingen Hedefspor zum Derby. Der TuS hat im Kampf gegen den Abstieg mit dem 4:3 bei der TSG Herdecke am vergangenen Wochenende einen Erfolg gefeiert, während Hedefspor sich schon lange sicher wähnte. Aber auch sein Team braucht die Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern, sagt Hedefs Trainer Peter Kursinski.

Auf Platz sieben ist Kursinskis Mannschaft mittlerweile angelangt, weil die Bilanz im Jahr 2012 eher bescheiden ist. „Viele dachten, es geht um nichts mehr“, sagt er mit Blick auf die gute Hinrunde, an deren Ende Hedef mit 23 Punkten den vierten Platz einnahm. Das hat sich nach bisher nur neun Zählern in diesem Jahr geändert. „Der Relegationsplatz ist gar nicht mehr so weit weg.“ Acht Punkte Vorsprung hat Hedefspor noch vor dem TuS, der eben diesen Relegationsplatz belegt – bei noch vier ausstehenden Partien. „Da kann sich jeder selber ausrechnen, wie es laufen kann“, so Kursinki. „Ich bin lange im Geschäft und weiß, was an den letzten Spieltagen für Ergebnisse zusammenkommen.“ Deswegen: „Wir haben nichts zu verschenken“ Und um die Motivation seiner Spieler müsse er sich – ganz im Gegensatz zu den vergangenen Wochen -- auch nicht sorgen. „Das ist ein Lokalkampf, da ist jeder motiviert.“ Hedef spielt also auf Sieg und will den Klassenerhalt am Wildhagen unter Dach und Fach bringen. „Aber Hattingen bleibt trotzdem drin, davon bin ich überzeugt“, sagt Hedefs Trainer.

Bei den Gastgebern ist nicht erst seit den vergangenen Wochen klar, dass es nur gegen den Abstieg geht. Und in dieser Hinsicht ist der Mannschaft von Spielertrainer Marius Kundrotas vergangene Woche beim Sieg in Herdecke ein Erfolg gelungen, durch den man nach Punkten zum Gegner aufgeschlossen hat. Trotzdem führt das Klassement den TuS noch auf dem Relegationsplatz elf, weil Herdecke (-3) das bessere Torverhältnis (TuS: -9) aufweist. Die Aufgabe für die Hattinger ist seit Wochen unverändert und lautet: „Wir brauchen jeden Punkt“, so Kundrotas, der auch mit der Leistung des vergangenen Spiels zufrieden war. „Das war spielerisch wie kämpferisch gut. Das Entscheidende ist aber, dass sich die Mannschaft endlich mal für ihren Einsatz belohnt hat.“ Häufig habe sie zuvor schon am Sieg geschnuppert, „aber immer haben Kleinigkeiten gefehlt.“ Jetzt werde sich der TuS gegen Hedef auf keinen Fall hinten reinstellen, sondern natürlich versuchen zu punkten.

In der Hinrundenbegegnung beider Mannschaften hatte Hedefspor in einer umkämpften Partie das bessere Ende für sich. Faruk Inci, Niels Güntner und Sinan Akdogan trafen beim 3:0 an der Munscheidstraße. „Das war ein sehr zweikampfbetontes Spiel mit vielen kleinen Fouls, und wir waren heute die liebere Mannschaft“, sagte Marius Kundrotas damals, der selbst mit Gelb-Rot vom Platz musste. Lieb sein, das kann sich diesmal wirklich keine der beiden Mannschaften erlauben.

 

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