Aufbruchstimmung beim TuS Hattingen

Nils Güntner (links) gehörte in der Landesliga bei Hedefspor zu den Leistungsträgern. Güntner profitiert auch extrem von seiner Schnelligkeit.Foto:Svenja Hanusch
Nils Güntner (links) gehörte in der Landesliga bei Hedefspor zu den Leistungsträgern. Güntner profitiert auch extrem von seiner Schnelligkeit.Foto:Svenja Hanusch
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Hattingen..  Der TuS Hatttingen will in der neuen Saison wieder angreifen. Die Rot-Weißen wollen raus aus der Kreisliga A - und zwar durch den oberen Ausgang.

Auch vom Vorstand wurde das Ziel schon formuliert. Abteilungsleiter Günter Ecker und Geschäftsführer Frank Möller, die sonst ja eigentlich eher zurückhaltende Zeitgenossen sind, haben schon betont, dass der TuS Hattingen zurück in die Bezirksliga will.

Ein Jahr Kreisliga A soll also genug sein. Der Abstieg nach der Saison 2013/2014 schmerzt rund um den Wildhagen immer noch. Aus einer direkten Rückkehr wurde auch deshalb nichts, weil die Hattinger schon in der Hinrunde zu viele Punkte liegen ließen. Zwar gab es dann in der Rückrunde noch einmal eine imponierende Serie, doch letztlich reichte es nur zu Platz drei.

Dass es am Wildhagen einen Trainerwechsel geben würde, war schon lange vor Ende der vergangenen Saison klar. Auf Christian Czajka folgt nun Seung-Man Hong, dessen letzte Station Hedefspor Hattingen war. Aber auch mit dem TuS ist Hong bestens vertraut – früher spielte er in der zweiten Mannschaft, außerdem engagierte er sich als Jugendtrainer.

Doch nicht nur der Trainer ist neu, der TuS präsentiert auch acht neue Spieler. Der prominenteste dürfte wohl Nils Günter sein, der schon beim Westfalenliga-Aufsteiger Hedefspor Hattingen zu den Leistungsträgern gehörte. „Für Nils Güntner ist die Liga gar nicht so wichtig“, sagt Seung-Man Hong. „Er will in erster Linie spielen und seinen Spaß haben. Für die Kreisliga A ist er aber natürlich ein enorm starker Spieler. Allein schon wegen seiner Schnelligkeit.“

Außer Nils Güntner wechseln auch Ugur Aydin (Hedefspor Hattingen), Tom Hofmann (SC Obersprockhövel), Kenneth Rösen (SV Höntrop), Marvin Klink, Alexander Frenzel (beide TuS Blankenstein) Eduard Geik (RSV Hattingen) und Matthias Klimek (Blau-Weiß Weitmar) zum TuS Hattingen, der dann, weil es auf der anderen Seite wohl keine Abgänge geben wird, über einen großen Kader verfügt. „Das tut dem Verein auch ganz sicher gut“, sagt Seung-Man Hong. „In der vergangenen Saison gab es ja in erster und zweiter Mannschaft oft große Engpässe. Das soll jetzt anders werden.“

Hong freut sich auf seine neue Aufgabe, und ihn kann auch die hohe Erwartungshaltung nicht schrecken. „Einen Aufstieg kann man natürlich nicht planen“, sagt der Trainer. „Man weiß ja nie, was die Konkurrenz macht. Aber man kann schon den Anspruch haben, oben mitzuspielen. Und wenn es mit dem Aufstieg am Ende dann doch nicht klappt, dann ist das auch kein Beinbruch. Dann versuchen wir es in der Saison darauf erneut.“

Der TuS Hattingen, der zu den großen Traditionsvereinen in der Stadt gehört, muss auch aufpassen, dass der Anschluss an die aktuellen Topvereine nicht verloren geht. Die Rot-Weißen wollen attraktiv bleiben, sind im Moment aber im Schatten von Westfalenligist Hedefspor Hattingen und Landesligist SF Niederwenigern. Die Schere geht immer weiter auseinander. „Natürlich wäre es schön, wenn die Kluft wieder ein wenig kleiner würde“, sagt Seung-Man Hong, der aber dann sofort nachschiebt: „Mit Hedefspor Hattingen und Niederweinigen können wir uns aktuell nicht vergleichen. Das sind ganz andere Dimensionen.“

Viele Vereine ambitioniert

Nicht nur Hong freut sich auf die neue Spielzeit. Der Trainer hat im Verein so etwas wie eine Aufbruchstimmung ausgemacht: „Es sind neue Spieler dazu gekommen, und auch im Vorstand gibt es neue Gesichter. Ich denke, dass alle heiß auf die neue Saison sind. Aber wir müssen uns auch darüber klar sein, dass wir nicht die einzigen sind, die hoch hinaus wollen. Das gilt mit Sicherheit für vier, fünf andere Mannschaften auch.“

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