Alfred Nijhuis: „Die TSG hat uns heute Paroli geboten“

Bei der Analyse nach dem Spiel: SVR-Trainer Alfred Nijhuis, TSG-Geschäftsführer André Meister und TSG-Trainer Andrius Balaika. Foto:Volker Speckenwirth
Bei der Analyse nach dem Spiel: SVR-Trainer Alfred Nijhuis, TSG-Geschäftsführer André Meister und TSG-Trainer Andrius Balaika. Foto:Volker Speckenwirth
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Sprockhövel.  Sein erstes Spiel in der Regionalliga hatte sich Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis wahrscheinlich schon etwas anders vorgestellt. Den ehemaligen Profi hatte die enorme Gegenwehr der TSG offensichtlich etwas überrascht.

Aber Nijhuis fand auch lobende Worte für die Leistung des Gastgebers. „Sprockhövel hat uns Paroli geboten“, sagte der Niederländer, der von einem Spiel „mit zwei Gesichtern“ sprach. Nijhuis hatte gesehen, dass seine Mannschaft fünf glasklare Chancen vergeben hatte, doch er leugnete auch nicht, dass auch ein TSG-Sieg möglich war. Mit dem Punktgewinn sei er letztlich zufrieden, so Nijhuis, auf dessen Bemerkung, dass er nach dem Schlusspfiff feiernde Sprockhöveler gesehen habe, TSG-Geschäftsführer André Meister humorvoll konterte. „Das liegt daran, dass wir zuvor noch nie einen Punkt in der Regionalliga geholt haben. Und unseren ersten feiern wird jetzt halt.“

Die Rödinghauser hatten sich am Freitagabend noch das Regionalliga-Auftaktspiel Wuppertaler SV gegen Viktoria Köln angesehen. Dass die Ostwestfalen schon einen Tag vor dem Spiel in Sprockhövel anreisten zeigt denn auch auf, dass es in der Liga bei den meisten Vereinen absolut professionell zugeht. Die TSG setzt dagegen auch weiterhin auf die Hilfe von Mitgliedern und Freunden des Vereins, um die gewaltige Aufgabe zu stemmen.

Und so bedankte sich Andrius Balaika auf der Pressekonferenz zunächst einmal beim Vorstand der TSG Sprockhövel, der es in wenigen Wochen möglich gemacht hatte, dass die Mannschaft das Abenteuer Regionalliga überhaupt angehen konnte.

Sprockhövels Trainer gab dann auch zu, dass er ein bisschen unsicher gewesen sei, wie man das erste Spiel in der Regionalliga angehen solle. Schließlich habe man dann aber beschlossen, so zu spielen wie in der Oberliga.

Und das war schon erstaunlich, und das überraschte auch die Rödinghauser, die wohl nicht damit gerechnet hatten, dass die Sprockhöveler in den Schlussminuten das Risiko eines Gegentreffers nicht scheuten und auf Sieg spielten.

„Wir haben uns auch in diesem Spiel bemüht, den Gegner früh zu stören“, verriet Sprockhövels Trainer einen Teil seiner taktischen Vorgabe. „Und es ist uns auch gelungen, die Konzentration 90 Minuten lang hoch zu halten. Allerdings war dafür auch viel Laufarbeit nötig. Und natürlich müssen wir uns auch bei unseren Fans bedanken, die uns heute ganz hervorragend unterstützt haben“, so Balaika.

 
 

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