1:2 – Sprockhövel hat es spät erwischt

Heiner Wilms
Ostwestfalen im Nebel: Marvin Höner jubelt nach seinem Tor zum 2:1. Den Sprockhövelern ist dagegen die große Enttäuschung anzusehen. Foto:Noah Wedel
Ostwestfalen im Nebel: Marvin Höner jubelt nach seinem Tor zum 2:1. Den Sprockhövelern ist dagegen die große Enttäuschung anzusehen. Foto:Noah Wedel
Foto: noah wedel WAZ FotoPool
  • Die TSG Sprockhövel tritt im Auswärtsspiel gegen Rödinghausen keineswegs wie ein Absteiger auf
  • Tim Dudda gelingt nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit kurz vor der Pause der Ausgleich
  • Nach dem Wechsel hätten die starken Gäste das Spiel schon vorzeitig für sich entscheiden können

Rödinghausen/Sprockhövel.  Die TSG Sprockhövel ist mit einer 1:2-Niederlage gegen den SV Rödinghausen in die Rückrunde gestartet.

Beide Mannschaften hatten sich viel vorgenommen und begegneten sich auf Augenhöhe. Rödinghausen wollte nach dem 2:3 gegen Ahlen und dem unglücklichen 0:1 gegen die U 23 von Borussia Dortmund am vergangenen Mittwoch jetzt endlich wieder einmal gewinnen. „Wir müssen gegen Sprockhövel mit dem gleichen Willen wie gegen Dortmund agieren, dann werden wir auch punkten“, hatte SVR-Trainer Alfred Nijhuis vor der Partie angekündigt. Und auch für TSG-Coach Andrius Balaika hatte die Partie enorme Bedeutung, weil Sprockhövel schön einen gehörigen Rückstand auf die sicheren Plätze hat und sich eine weitere Niederlage eigentlich nicht leisten konnte.

Tim Dudda trifft für Sprockhövel kurz vor der Pause zum Ausgleich

Beide Mannschaften begannen die Partie recht verhalten. Es passierte zunächst nicht viel. Aber gegen Ende des ersten Durchgangs wurde es lebhafter. Zunächst zielte Rödinghausens Björn Schlottke noch knapp am Sprockhöveler Tor vorbei, doch nur 120 Sekunden später klingelte es dann. Stefan Langemann brachte die Kugel zum 1:0 für die Gastgeber über die Linie.

Ein Rückstand kurz vor der Pause also - das wollte Spockhövels Trainer Andrius Balaika unbedingt vermeiden, und seine Mannschaft drängte auch sofort auf den Ausgleich. Aber zunächst wurde ein Schuss von Felix Gremme noch geblockt, dann strich der Ball nach einem Versuch des zuletzt überragenden Christopher Antwi-Adjej am Kasten vorbei, und dann klatschte das Spielgerät nach einem Schuss von Christian März an den Pfosten. Doch Frank Dudda schaltete gedankenschnell und erzielte das 1:1.

Rödinghausens Trainer Alfred Nihuis hat ein glückliches Händchen

Die TSG war also wieder im Spiel, und die Sprockhöveler setzten unmittelbar nach Wiederanpfiff auch gleich nach, hatten in dieser Phase aber auch eine gehörige Portion Pech, als Max Claus nur die Latte des Rödinghauser Tores traf. „Wir waren hier mit Sicherheit nicht die schlechtere Mannschaft“, kommentierte TSG-Geschäftsführer André Meister ein spannendes Spiel.

Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis reagierte dann aber und brachte in der 62. Minute mit Christian Will und Edgar Bernhardt zwei frische Kräfte. Gut zehn Minuten später kam dann noch Marvin Höner für Joshua Holtby, den Bruder des HSV-Bundesliga-Profis Lewis Holtby. Und dieser Wechsel hatte für die TSG später noch Folgen.

Die Gastgeber machen in der Schlussphase Druck und treffen zum 2:1

Die Rödinghauser wollten in der Schlussphase den Sieg erzwingen und hatten dann auch ihre Möglichkeiten. So zum Beispiel durch Kapitän Marcel Leenemann, der aber über das Tor köpfte, und vor allem durch Stefan Langemann, der zehn Minuten vor Schluss aber an Sprockhövels Torwart Robin Benz scheiterte.

Kurz darauf war Benz jedoch geschlagen. Nach einem Pass von Stefan Langemann auf den eingewechselten Marvin Höner sorgte der mit dem 2:1 für die späte Entscheidung und ließ Rödinghausens Anhang jubeln. Die mitgereisten TSG-Fans schlichen dagegen kurz darauf enttäuscht aus dem Stadion.

Rödinghausen - Sprockhövel 2:1
Tore: 1:0 Stefan Langemann (39.), 1:1 Tim Dudda (45.), 2:1 Marvin Höner (82.).
SVR: Paterok, Steffen, Jakubiak, Schlottke, Langemann, Leenemann, Knystok, Kacinoglu, Tünte (62. Will), Holtby (74. Höner), Kunze (62. Bernhardt).
TSG: Benz, Gremme, Budde, R. Meister, Oberdorf, Wasilewski, Dudda (75. Heiserholt), Cin (82. Bukowski), Antwi-Adje, März, Caus.
Schiedsrichter. Alexander Busse (Witzhelden).
Zuschauer: 732.