Vom Sprung aufs Podium sind Hagener Damen entfernt

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Es wurde nichts aus dem Angriff auf die vorderen Ränge. Auch beim dritten Bundesliga-Rennen der Triathlon-Saison in Düsseldorf musste sich das Sparda-Bank Team Hagen mit einem gesicherten Mittelfeldplatz begnügen - man belegte Rang acht.

Düsseldorf/Hagen..  Es wurde nichts aus dem Angriff auf die vorderen Ränge. Auch beim dritten Bundesliga-Rennen der Triathlon-Saison in Düsseldorf musste sich das Sparda-Bank Team Hagen mit einem gesicherten Mittelfeldplatz begnügen. Nach dem Start vor großer Kulisse im Medienhafen kamen Sara Papais, Franziska Scheffler, Tanja Erath und Sara Baumann beim Rennen rund um Landtag und Fernsehturm auf Rang acht ins Ziel. „Mit dem Abstieg haben wir nichts zu tun“, sagte Jochen Baumann, Klubchef des Tri-Team Hagen, angesichts des aktuellen Tabellenrangs acht, „ein Sprung aufs Podium scheint aber in Anbetracht der noch mal deutlich gestiegenen Leistungsdichte auch nicht möglich zu sein.“ Angesichts der hervorragenden Nachwuchsarbeit in Deutschland und internationaler Stars sei die Konkurrenz dafür zu stark besetzt.

Dabei gingen die Hagenerinnen mit dem bestmöglichen Team in den Bundesliga-Wettbewerb über 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und fünf Kilometer Laufen, der gleichzeitig auch als deutsche Meisterschaft für die Elite und die U23 gewertet wurde. Lediglich der Einsatz von Sara Papais war fraglich, da sie tags zuvor noch ein Rennen der italienischen Grand-Prix-Serie absolvieren musste. Nach ihren sechsten Platz dort reiste sie jedoch pünktlich mit ihrem Trainer Massimiliano die Luca an. Und war in Düsseldorf auch gleich schnellste Hagenerin.

In der ersten Gruppe verließ die Italienerin das Wasser, blieb auch auf dem Rad in der Spitzengruppe und konnte erst beim Lauf den schnellsten Athletinnen um die Siegerin, Junioren-Weltmeisterin Laura Lindemann (Triathlon Potsdam, 58:49 Minuten), nicht mehr folgen. Auf Rang 16 kam Sara Papais nach 1:01,30 Stunden dennoch als erste Tri-Team-Starterin ins Ziel. Dahinter folgte Franziska Scheffler, die sich durch eine starke Laufleistung noch ins Mittelfeld des Klassements auf Rang 27 (Rang 22. deutsche Meisterschaft, 1:03,04) vorgearbeitet hatte. Sara Baumann hatte zwar mit einer starken Radleistung die Verfolgergruppe 50 Sekunden hinter dem Spitzenfeld erreicht, konnte aber nicht ihre „normale“ Laufform abrufen. Nach 1:03,16 Stunden blieb ihr so nur Platz 29, der gleichbedeutend war mit Rang 13 der nationalen U23-Titelkämpfe. Nach Tanja Erath, seit Anfang der Saison durch eine Verletzung beim Laufen gehandicapt, erfüllte mit starker Radleistung ihre Teamaufgabe. Mit Platz 52 (49. DM, 1:10,5) lieferte sie das Hagener Streichergebnis, die besten drei Athletinnen pro Team werden gewertet.

„Weder bei meiner Tochter noch beim gesamten Team ist es derzeit so, dass sie Leistungssprünge machen“, räumte Jochen Baumann ein. Mehr als ein Mittelfeldrang sei in dieser Saison nicht drin. Beim Finale am 2. August in Tübingen geht es für das Tri-Team in der vom Ejot-Team Buschhütten angeführten Tabelle um die Ränge sechs bis neun, die eng beieinander liegen. „Wenn alle einen perfekten Tag erwischen, können wir Platz sechs noch schaffen“, ist Baumann überzeugt.

Tabellenstand nach drei von vier Rennen: 1. Buschhütten 60 Punkte, 2. Lemgo 56, 3. St.Witten 54, 4. Potsdam 51, 5. Erlangen 46, 6. Krefeld 41, 7. Griesheim 40, 8. Hagen 39, 9. PV Witten 38, 10. Viernheim 32, 11. München 31, 12. Bonn 30, 13. Berlin 29, 14. Bad Orb 21

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