Trotz 39:26-Erfolges muss Eintracht nachsitzen

Geleitschutz vom Gegner. Die Gummersbacher Mario Anic (Nr. 8) und Jonathan Eisenkrätzer (17) können Fabian Schulte-Berthold nicht mehr am Torwurf hindern. Allein Gummersbachs Torwart Lucas Schmidt baut sich noch vor dem Eintracht-Kreisläufer auf.
Geleitschutz vom Gegner. Die Gummersbacher Mario Anic (Nr. 8) und Jonathan Eisenkrätzer (17) können Fabian Schulte-Berthold nicht mehr am Torwurf hindern. Allein Gummersbachs Torwart Lucas Schmidt baut sich noch vor dem Eintracht-Kreisläufer auf.
Foto: WR Richard Holtschmidt
Die Drittliga-Handballer des VfL Eintracht Hagen müssen nachsitzen. Ein 39:26 (17:9)-Erfolg gegen VfL Gummersbach II reichte nicht zum direkten Klassenerhalt. Zwar gab es überraschenderweise Schützenhilfe von der HSG Varel Friesland, die nach fünf Niederlagen in Serie beim OSC Rheinhausen mit 23:20 (11:10) gewann. Aber die TSG Altenhagen-Heepen ertrotzte nach Rückständen von 12:19 und 20:25 (45. Minute) noch ein 28:28 in Edewecht und kam dadadurch einen Punkt vor den Grüngelben ins Ziel. In der ersten von zwei Relegationsrunden trifft der VfL Eintracht auf den Süd-Drittletzten TSG Söflingen. Drei Mannschaften bewerben sich um den letzten noch freien Drittliga-Platz.

Hagen.. Eine Minute vor Schluss standen die meisten der 550 Zuschauer in der Sporthalle Helfe auf und applaudierten stehend. Den Beifall hatte sich die Mannschaft von Trainer Khalid Khan redlich verdient. Gegen einen Kontrahenten, der das Hinspiel im vergangenen Dezember mit 39:28 gewonnen hatte, was die Entlassung des damaligen Übungsleiters Krzysztof Szargiej nach sich zog, schwangen sich Marius Kraus und Co. zu einer der besten Saisonleistungen auf. „Auch wenn bei Gummersbach die A-Jugendlichen, die um die deutsche Meisterschaft spielen, gefehlt haben, muss man diese Mannschaft erst einmal so klar schlagen“, war Coach Khan am Ende mit dem meisten, was er gesehen hatte, sehr zufrieden. „Nur im Angriff gab es einige Dinge, die wir noch verbesseren müssen, auch wenn das bei 39 erzielten Toren etwas komisch klingt.“

Dafür war die Abwehrleistung, besonders in der ersten Halbzeit, umso besser. Angefangen bei Torwart Marco Stange, der erstmals in der Startformation stand. Ein paar Minuten dauerte es, bis der nachverpflichtete 36-Jährige im Spiel war, dann lief er zu überragender Form auf und hielt serienweise Bälle, die ein Handballtorwart nicht halten muss. Vor dem langjährigen Bundesliga-Keeper stand die Abwehr, insbesondere der Innenblock, sehr gut. Nur neun Gegentore in einer Halbzeit hat es schon lange nicht mehr gegeben.

Zu den Akteuren, die daran beteiligt waren, zählte Fabian Jung. Der Oberliga-Spieler kam, wenn die Gäste im Angriff waren, für Patrick Lütgenau aufs Feld. Später durfte er sich auch im Angriff zeigen und erzielte seine ersten fünf Drittliga-Tore. „Bei ihm stimmt das Paket aus Abwehr und Angriff“, sieht Sportdirektor Jens Pfänder bei dem Rückraumakteur gute Perspektiven.

Was das letzte Punktspiel anging, so waren die Perspektiven zur Pause bestens, obwohl neben Marc Oberste auch Arthur Giela und Ruwen Thoke verletzt zusahen. Dass die eigene Partie gewonnen wird, daran zweifelte niemand mehr. Die Kunde von den günsten Ergebnissen in Rheinhausen und Edewecht machte die Runde. Am Ende reichte es doch nicht zum direkten ­Liga­verbleib. Aber die starke Leistung machte Mut für die Relegation.

Eintracht: Stange, ab 49. Schmidt; Wilhelm (4), Lütgenau (3), Rosian (2/1), Dmytruszynski (2), Wulf (1), Schütte (5), Schulte-Berthold (2), Kraus (10/5), Gollor (4), Jung (5).

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