Strapazen für Betreuer und die Schiedsrichter haben ein Ende

Im Kirchenbergstadion gibt es jetzt Freifunk. Mit einem Smartphone kann man jetzt ohne Hürde ins Internet gelangen.
Im Kirchenbergstadion gibt es jetzt Freifunk. Mit einem Smartphone kann man jetzt ohne Hürde ins Internet gelangen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Wenn auf dem Grün des Kirchenbergstadions Fußball-Landesligist SV Hohenlimburg 1910 oder A-Ligist Eintracht Hohenlimburg spielt, laufen parallel Spiele der Bundesliga. Heimische Fans müssen jetzt kein Datenvolumen mehr verschwenden, wenn sie die Ergebnisse aus der höchsten deutschen Spielklasse auf dem Handy mitverfolgen wollen. Im Kirchenbergstadion gibt es jetzt Freifunk.

Jetzt ist zwar auch ein positiver Nebeneffekt für die Zuschauer herausgesprungen, aber die Idee war ursprünglich eine andere. Bislang gab es nur im Nebenraum des Zehner Treffs einen Internetanschluss. „Die Schiedsrichter mussten vom Hauptplatz und vom Kunstrasen immer dort herauf und wieder zurück laufen“, sagt Bernd Preußner, 2. Vorsitzender des SV Hohenlimburg 1910, zuständig für Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit. Auch für die Betreuer der Heim- und Gastmannschaften, welche die Spielberichte online ausfüllen müssen, eine Zumutung.

Neuer Router verlegt

„Ich habe mich dann gefragt, ob wir im Hauptgebäude dann nicht auch einen Zugang einrichten könnten“, so Preußner weiter. So hat sich der 2. Geschäftsführer der Zehner, Olaf Opterwinkel, darum gekümmert, sowohl im Haupt- und Nebengebäude des Kirchenbergstadions neue Router zu verlegen.

Da sich die Kosten hierfür auf 1200 Euro beliefen, hat Bernd Preußner einen Zuschuss bei der Hohenlimburger Bezirksvertretung beantragt. „Das hat die Bezirksvertretung auch sehr großzügig unterstützt“, dankt Bernd Preußner der heimischen Politik. Allerdings gab es auch eine Auflage – vom W-LAN im Kirchenbergstadion müssen alle dort ansässigen Vereine profitieren, nicht nur der SV 1910.

Genau informiert

„Wir hätten den anderen Vereinen natürlich das Passwort geben können“, sagte Bernd Preußner. „Allerdings müssen sehr viele Leute den Zugang bekommen. Und im Falle eines Missbrauchs ständen wir in der Verantwortung.“

So informierte sich Bernd Preußner über das Thema „Freifunk“. Aufgrund einer Anfrage an den „Freifunk Rheinland e.V.“ hat Matthias Rarbach, Sozialwart des Elseyer TV, das gesamte Stadion und den Zehner Treff mit Routern ausgestattet. Mit Freifunk kann sich nun Jedermann im Stadion mit seinem W-LAN-fähigen Computer oder Smartphone ohne Hürde mit dem Internet verbinden.

Der Zugang steht allen Vereinen offen und kann genutzt werden, um Spielstände oder Ergebnisse an die Verbände zu melden.

Auf Haupttribüne perfekt

„Im Vereinslokal, auf der Haupttribüne und am Platz selbst funktioniert das hervorragend“, so Bernd Preußner. „In einer weit entfernten Ecke des Stadions könnte es mal ein Funkloch geben.“

 

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