„Rottet Euch zusammen und werft...“

Hagen..  Die Reaktionen auf das baldige Aus der Phoenix-Basketballer kommen nicht nur aus der Stadt. In einer emotionalen Stellungnahme im sozialen Netzwerk Facebook äußert sich der in Hagen aufgewachsene Nationalspieler Per Günther (Foto), Spielmacher bei Bundesligist Ulm, zur Lage in seiner Heimatstadt. Er macht seinem Ex-Verein Mut. Sein Beitrag im Wortlaut:


„In Hagen steckt Basketball nicht im Bundesligaverein. Nicht in Brandt oder Phoenix. Er ist nicht in den Heimspielen gegen Alba Berlin und Bayern München. Nicht in der unglaublichen Playoff-Teilnahme. Nicht in GmbH oder dieser komischen Aktiennummer die angedacht wurde. In keinem neuen Präsidenten und keinem 50 000-Euro-Gesellschafter. Er kann nicht gefährdet sein, oder insolvent, oder tot.

So manifestiert er sich nur. Das greifbare Endprodukt. Alle Jahre wieder.

Basketball ist in Hagen überall und an jeder Ecke. Von Haspe bis Wetter. Von den Wasis bis Matze. In Öwen Witt und Otto Densch. Krüs- und Rissmann. Friedensstraße und Hamecke. DBB und BG-Turnier. Ingo und Steve. Griechen und Jugos, X und Tome. David und Jens. . .

Ihr erkennt meinen Punkt. Traditionelle Orte und Personen. Gönner, Eltern, Liebhaber, Fans, Zocker, Talente und Historiker.

Und nach meinem derzeitigen Kenntnisstand stehen diese Hallen noch. Und die Liebhaber lieben noch. Und die Trainer trainieren noch. Und die Sponsoren spon....sern (bald wieder).

Also geht’s raus ihr jungen Knaben und zockt Oberliga, Regio, NBBL und ProB. Rottet Euch zusammen und werft und werft und werft. Eins-gegen-Eins-Turniere ohne Ende. Fordert Einzeltraining mit Grothzilla - und wenn der keine Zeit hat, ruft Ihr Didi oder Adam Fiedler an.

Die Stadt wird dafür sorgen, dass auch Ihr wieder eine Chance bekommt. Ein ProA-Ligist kommt. Der nächste Pure kommt oder ist schon da. Ihr müsst auf die Menschen dieser Stadt vertrauen und Buckets geben, wenn Uwe früher oder später Euren Namen ruft.“

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