Reinarz: „Wollen im ersten Spiel Aufstieg klarmachen“

Eintracht-Kapitän Jens Reinarz, zum dritten Mal in Folge bester Torschütze der 3. Handball-Liga West, will am Samstag mit dem VfL in die 2. Bundesliga aufsteigen.
Eintracht-Kapitän Jens Reinarz, zum dritten Mal in Folge bester Torschütze der 3. Handball-Liga West, will am Samstag mit dem VfL in die 2. Bundesliga aufsteigen.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Hagen..  Als Jens Reinarz vor einem Jahr vom Leichlinger TV zum Handball-Drittliga-Rivalen VfL Eintracht Hagen wechselte, machte der variabel einsetzbare 32-Jährige aus seiner Zielsetzung kein Geheimnis: „Ich will aufsteigen“, sagte der Linksaußen und Rückraumakteur, der auch am Kreis spielen kann. Seinen Teil dazu trug der ehemalige Wuppertaler Erstligaspieler bei: Mit 234 Toren, darunter 76 verwandelte Siebenmeter, sicherte sich der 1,90-m-Mann zum dritten Mal in Folge die Torjägerkanone der 3. Handball-Liga West. Vor der Aufstiegsrelegationsrunde in Dresden, in der die Eintrachtler heute gegen Gastgeber HC Elbflorenz und den Nord-Vizemeister HF Springe um zwei freie Zweitliga-Plätze spielen, sprachen wir mit dem VfL-Kapitän.

Herr Reinarz, vor zwei Wochen haben Sie mit dem VfL Eintracht die Punktspielserie der 3. Liga West als Vizemeister beendet, jetzt geht es darum, über die Relegation das große Ziel zu erreichen. Wie war die Stimmung im Team in den letzten 14 Tagen?

Jens Reinarz: Am Anfang war sie ein bisschen angespannt, das hat sich gegeben. Wir haben sehr gut trainiert, aber es ist auch eine gewisse Lockerheit eingezogen.

In der Meisterschaft hat die Mannschaft als es darauf ankam zweimal gepatzt. Die Spiele gegen den Meister TuS Ferndorf wurden mit 21:31 und 25:30 verloren. Woraus schöpfen Sie Zuversicht, dass dies in Dresden nicht noch einmal passiert?

Ich glaube, wir haben alle aus diesen Partien gelernt und gehe davon aus, dass wir in der Relegation nicht noch einmal einen Blackout haben. Nach der letzten Niederlage gegen Ferndorf haben wir keinen Punkt mehr abgegeben. Außerdem muss man anerkennen, dass die Ferndorfer in beiden Partien auch sehr gut gespielt haben.

Wie schätzen Sie die Spielstärke der Relegationsgegner Elbflorenz und Springe ein? Ähnlich wie die Qualitäten von Ferndorf?

Das weiß ich nicht, das will ich gar nicht vergleichen. Wir haben gegen Ferndorf zweimal unsere Möglichkeiten nicht ausgeschöpft. Das wollen wir in Dresden besser machen. Wenn uns das gelingt, wird es für jede Mannschaft verdammt schwer, uns zu schlagen. Wir sind sehr gut vorbereitet und spielen die Relegation nicht, um dabei zu sein. Wir wollen unser erstes Spiel gewinnen und so den Aufstieg klarmachen.

Sie treffen um 15 Uhr auf den Verlierer des Eröffnungsspiels Elbflorenz gegen Springe, das um 11.30 beginnt. Ihr Gegner hat danach nur zwei Stunden Zeit, sich zu erholen. Das müsste ein Vorteil für Ihre Mannschaft sein. . .

Ganz klar, da brauchen wir nicht drum herum zu reden. In zwei Stunden kann man nicht komplett regenerieren. Wenn wir von Anfang konzentriert und konsequent agieren und gleich ein paar Tore vorlegen, anstatt dem Gegner Erfolgserlebnisse zu gestatten, wird es für den Verlierer des Auftaktspiels schwer, an die Schmerzgrenze zu gehen. Dann sind wir im Vorteil.

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