Ranglistenerfolge als Rückenwind für Meisterschaftsrunde

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Es ist zwar generell kein Glücksfall, wenn erste und zweite Mannschaft absteigen, doch beim BC Hohenlimburg hat man offensichtlich das Beste aus der Situation gemacht. Nach zwei kostenintensiven Jahren in der 2. Badminton-Bundesliga fühlen sich Spielertrainer Hendrik Westermeyer (33) und seine jetzt ohne ausländische Verstärkungen spielenden jüngeren Teamkollegen in der Regionalliga pudelwohl.

Hohenlimburg..  Es ist zwar generell kein Glücksfall, wenn erste und zweite Mannschaft absteigen, doch beim BC Hohenlimburg hat man offensichtlich das Beste aus der Situation gemacht. Nach zwei kostenintensiven Jahren in der 2. Badminton-Bundesliga fühlen sich Spielertrainer Hendrik Westermeyer (33) und seine jetzt ohne ausländische Verstärkungen spielenden jüngeren Teamkollegen in der Regionalliga pudelwohl.

„Mittelfristig wollen wir natürlich wieder angreifen und aufsteigen. Schon deshalb, weil die Reserve drängt und in der Oberliga eine dominante Rolle spielt. Für diese Saison aber sind wir schon zufrieden, wenn wir in der Spitzengruppe landen“, meint Westermeyer mit Blick auf die bisherige Bilanz von 4:2-Punkten. Die soll am Wochenende weiter ausgebaut werden, denn die Hohenlimburger sind nicht nur am Sonntag (11 Uhr, Turnhalle Wiesenstraße) gegen Schlusslicht SpVgg Sterkrade klar favorisiert, sondern rechnen sich auch tags zuvor bei der Reserve des Zweitligisten STC BW Solingen gute Siegchancen aus.

Was die Hohenlimburger stört, ist der späte Beginn (19.30 Uhr), denn das bedeutet eine Rückkehr nicht vor Mitternacht. „Da kann von Regeneration keine Rede sein. Vor Mitternacht sind wir sicher nicht zurück. Spieler, die wie Malte Laibacher etwas weiter weg wohnen, werden deshalb bei Kollegen übernachten“, erklärt Westermeyer. Da sich schon einige Reservisten in Solingens ebenfalls daheim spielender Erstgarnitur festgespielt haben, stuft Westermeyer nicht nur wegen seiner bislang glänzend positionierten Herrenriege (Laibacher und das zweite Doppel weisen eine Bilanz von 3:0 auf, die anderen von 2:1) die Erfolgschancen recht hoch ein. Außerdem hofft er, dass bei Sarolta Röhrnbacher nach ihrem jüngsten Sieg der Knoten geplatzt ist und sie endlich wieder befreit aufspielen kann.

Beim als ideale Meisterschafts-Vorbereitung zu wertenden NRW- Doppel- und Mixed-Ranglistenturnier unterstrichen die Hohenlimburger in eigener Halle ihre gute Form. Das gilt insbesondere für die Paarung Westermeyer/Laibacher, die sich mit optimaler Bilanz (vier Zweisatz-Siege) den ersten Platz sicherte und damit ihren Triumph bei den Hagen Masters bestätigte.

Schon in der ersten Runde musste der BCH-Neuzugang Jan Striewski an der Seite des Vlothoher Simon Weigel die Dominanz von Laibacher/Westermeyer beim 9:21, 17:21 hinnehmen. Als aussichtsreiche Konkurrenz hatte Westermeyer eigentlich nur seine eigenen Teamkollegen Fabian Stoppel und Christian Bald ausgemacht. Die beiden mussten sich aber knapp (17:21, 19:21) im Halbfinale dem Duo Schäfers/Skrzeba (St. Tönis/Mühlheim) geschlagen geben. Immerhin schnappte sich das zweite heimische Topdoppel den dritten Platz nach einem 21:18 im dritten Satz über Barsch/Schleifer (Unterrath/Köln).

In die Herzen der BCH-Anhänger spielte sich Neuzugang Verena Venhaus an der Seite von Sara Janssens (BC Beuel). Nach zwei problemlosen Siegen standen die beiden dem an Platz eins gesetzten Doppel Altenbeck/Bytomski (Mühlheim/Bottroper) im Halbfinale gegenüber. Nach gewonnenem ersten Satz (21:13), war der Sieg im zweiten Abschnitt schon in greifbarer Nähe 19:21), danach folgte mit dem 16:21 das Aus. Aber auch Platz vier ist für das neu gebildete Damendoppel aller Ehren wert.

Im Mixed stießen Stefanie Pilz/Fabian Stoppel durch einen Dreisatzsieg über Bald/Janssens ins Halbfinale vor, wo sie einem Wipperfelder Paar hauchdünn mit 19:21 im dritten Abschnitt unterlagen, sich aber gegen Hohenberg/Kannengießer (Mühlheim) Rang drei sicherten.

 

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