Phoenix Hagen besiegt Telekom Baskets Bonn mit Leidenschaft

Rainer Hofeditz
Phoenix-Coach Ingo Freyer, Assistent Steven Wriedt und die Spieler bedanken sich nach dem Erfolg gegen Bonn  bei den Fans für die Unterstützung. WP-Foto: Michael Kleinrensing
Phoenix-Coach Ingo Freyer, Assistent Steven Wriedt und die Spieler bedanken sich nach dem Erfolg gegen Bonn bei den Fans für die Unterstützung. WP-Foto: Michael Kleinrensing
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Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen kann gegen die Telekom Baskets Bonn nicht nur in der Vorbereitung gewinnen. Am 26. Spieltag gelang nach drei Jahren wieder ein Punktspielsieg gegen den West-Rivalen. Das Team von Trainer Ingo Freyer setzte sich mit 82:77 (34:45) durch.

Hagen.  Im zehnten Aufeinandertreffen dieser beiden Klubs war es erst der zweite Phoenix-Erfolg. Den ersten hatten die Freyer-Schützlinge in der Saison 2010/11 gefeiert, als es an gleicher Stelle ein 87:78 gab.

„Der Sieg ist verdient, Hagen hat nach der Pause schnell und attraktiv gespielt“, erwies sich Baskets-Coach Mathias Fischer als fairer Verlierer. Zur Halbzeit hatte es nicht so ausgesehen, als müsste der ehemalige Co-Trainer von Brandt Hagen (Saison 2003/04) Ingo Freyer am Ende zu zwei Punkten gratulieren.

Feuervögel mit Biss in der Abwehr

Das erste Viertel war ausgeglichen und - selbstverständlich bei diesem Duell - schon heftig umkämpft, im zweiten Abschnitt gewann Bonn die Oberhand. Auch weil die meisten Bankspieler, die bei Phoenix kamen, nicht ins Spiel fanden und Fehler produzierten. Weil auch die Hagener Trefferquote sank, setzten sich die strukturierter spielenden Gäste ab (22:32, 30:43). Zur Pause schien Bonn auf gutem Weg zu sein, die Erfolgserie gegen Phoenix fortzusetzen.

PhoenixAber Basketballspiele können sehr schnell kippen. Nach Wiederbeginn stand ein ganz anderes Phoenix-Team auf dem Feld. Jetzt zeigten die Feuervögel jenen Biss in der Abwehr, den Ingo Freyer im zweiten Abschnitt vermisst hatte. Der Weg unter den Hagener Korb, den die Bonner vor der Pause immer wieder gefunden hatten, wurde versperrt, im Angriff fingen die Gastgeber, die in Halbzeit eins alle sechs Dreierversuche vergeben hatten, endlich an zu treffen.

Fans helfen Phoenix

Mit jedem Punkt, der gut gemacht wurde, wuchsen Selbstvertrauen und Intensität. Die Fans auf den Rängen halfen mit. Kurz vor Ende des dritten Viertels holte David Bell mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 60:59 erstmals seit dem 18:17 die Führung zurück.

Ein 6:0-Start in den Schlussabschnitt machte die Halle endgültig zum sechsten Mann. Die Gäste hatten ihre anfangs gute Spielstruktur längst verloren und versuchten ihr Heil aus der Distanz. Am Ende standen bei Bonn 22 Dreierversuche zu Buche, nur drei fanden ihr Ziel.

Bell setzt Schlusspunkt

Besser machten es auf der anderen Seite ein wie verwandelt aufspielender Henry Dugat, der aus mehr als 6,75 Metern zum 71:67 traf, und David Bell, der das 74:67 folgen ließ. Geschlagen waren die nie aufgebenden Gäste aber erst, als Ryan Brooks vier Sekunden vor Schluss beim Stand von 80:77 nicht traf. Bell setzte den Schlusspunkt mit zwei verwandelten Freiwürfen.

„Leidenschaft und Kampf zeichnen Phoenix Hagen besonders aus. Das haben wir nach der Pause wieder bewiesen“, freute sich Phoenix-Coach Ingo Freyer.

Statistik zum Spiel Hagen gegen Bonn

Phoenix Hagen: Bell (19), Dugat (7), Bleck, Khartchenkov, Wendt, Gordon (16), Gregory (12), Dorris (22), Ramsey (6).

Telekom Baskets Bonn: McCray (2), Looby (4), Veikalas (8), Brooks (11), Mangold (2), Lawrence (6), Koch (2), Gaffney (22), Wachalski (5), McLean 13).