Phoenix-Fans: „Wir stehen zu unserer Verantwortung, wir werden bleiben“

Foto: Jens Stubbe
Fans und Dienstleister von Phoenix Hagen sind geschockt, zeigen sich aber auch loyal zum kriselnden Bundesligisten.

Hagen.. Wie Claus Lebens, Chef des Sicherheitsdienstes „L.C Protective Services“, der bei den Heimspielen für Sicherheit sorgt. Unsere Zeitung sprach Lebens gestern auf das Gerücht an, dass das Honorar für sein Unternehmen seit Monaten ausbleibe und er vor dem Absprung stehe. „Ich bin natürlich nicht ohne Ende belastbar, aber ich will auch ganz klar sagen, dass mir Phoenix Hagen am Herzen liegt und ich einen Vertrag mit dem Klub habe. Ich haue nicht einfach ab. Es prasselt jetzt so viel auf den Verein ein und da ist es wichtig, Treue zu zeigen“, sagt Lebens, der gleichzeitig auch Sponsor des Clubs ist.

Die „G-Blocker“, die den Hagener Basketball seit über 25 Jahren begleiten, und die „Tornados“ gehören zu den etablierten Fan-Gruppen. Andreas Glitsch von den G-Blockern: „In den vergangenen zwei Jahren hat Phoenix durch die Geschäftsführer-Wechsel viel von seiner familiären Prägung verloren. Dazu wissen wir von einigen Sponsoren, die vergrault wurden. Dennoch: Wir werden dem Basketball den Rücken stärken. Wir haben das mit Brandt schon einmal erlebt.“ Glitsch lobt den neuen Geschäftsführer Patrick Seidel: „Er hat sich persönlich bei uns gemeldet und sich vorgestellt.“

Die Tornados haben via Facebook eine Erklärung abgegeben. Dort heißt es unter anderem: „Der Verein ist angetreten mit dem einen Versprechen: nie wieder rote Zahlen zu schreiben, nie wieder etwas mit einer Insolvenz zu tun zu haben – und die Hagener haben daran geglaubt. Hagen war der etwas andere Basketballstandort in Deutschland, Hagen war durch seine Leidenschaft und seine Einsatzbereitschaft der Menschen ein besonderer Standort, Hagen war eine Familie.

Phoenix Diese Familie ging in den letzten beiden Jahren verloren wie die Menschen, welche an das Projekt geglaubt und ihm vertraut haben. Wir stehen zu unserer Verantwortung und unserem Anspruch, den Hagener Basketball zu begleiten. Wir werden bleiben, denn wir können nicht so einfach gehen. Wir werden alles dafür geben, dass das Team am Feld jede Unterstützung bekommt, die es braucht.“

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