Nachwuchs-DM im neuen Wildwasserpark in Hohenlimburg

Im Wildwasserpark finden die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren im Kanuslalom statt.
Im Wildwasserpark finden die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren im Kanuslalom statt.
Foto: Michael Schuh

Hohenlimburg.. „Das ist deutlich mehr als in den vergangenen Jahren“, weiß Ralf Kriegel vom Kanu-Club Hohenlimburg, der die Großveranstaltung am Wochenende gemeinsam mit der Stadt Hagen ausrichtet. „Anscheinend wollen sich alle die Strecke anschauen.“

Aufgrund der gewaltigen Teilnehmerzahl gönnen sich Aktive und Organisatoren am Samstag und Sonntag kaum eine Pause. Bereits um 8 Uhr morgens erfolgt die Startnummervergabe, nur 30 Minuten später beginnt der Kampf um Sekunden. Den Anfang machen die Qualifikationsläufe in der Einer-Canadier-Konkurrenz (C 1), gefolgt vom Kajak-Einer (K 1). Ab 14.30 Uhr stehen die Zweier-Canadier (C 2) im Mittelpunkt – übrigens die einzige Bootsklasse, in der nur der männliche Nachwuchs antritt.

Mannschaftsfinals am Samstag

Dem schließen sich um 14.45 Uhr weitere Rennen im Kajak-Einer an, ehe ab 17 Uhr die Mannschafts-Wettbewerbe beginnen. In den folgenden zwei Stunden wird sicher der eine oder andere Jubelschrei zu hören sein, denn im Gegensatz zu den Einzelstartern fahren die Teams am Samstag die Medaillen aus.

Die beiden Nachwuchs-Nationaltrainer Thomas Küfner und Frank Zimmermann können sich auch nach dem letzten Rennen nicht ausruhen: Sie hängen abends die Tore für die sonntäglichen Finalläufe um. Etwas länger schlafen dürfen die Kanuten am Sonntag, denn die Halbfinals der Einzelrennen beginnen erst um 10 Uhr und enden gegen 13.15 Uhr.

Wer es nicht in die Finalläufe geschafft hat, kann die Pause von 13.15 bis 14 Uhr für einen ausgiebigen Imbiss an einem der Stände nutzen, die besten Athleten werden sich indes wohl mental auf die Endläufe (14.15 bis 16.40 Uhr, siehe Infobox) einstellen. Mit der Siegerehrung um 17 Uhr endet schließlich ein ebenso spannendes wie arbeitsreiches Wochenende.

Drei Hohenlimburger Kanuten

Die Hoffnungen des KC Hohenlimburg ruhen auf den Schultern der heimischen Kanuten Yannick Wytelus, Pierre Silkenbeumer und Mirco Flügge. „Ich bin wahrscheinlich derjenige, der am häufigsten hier trainiert hat“, beschreibt Wytelus die zwei Wochen seit der offiziellen Freigabe der Strecke am 10. Juni. Fast jeden Tag, oft sogar zweimal täglich, sammelte der Hohenlimburger Erfahrungen auf der Lenne. „Als ich das erste Mal hier trainiert habe, merkte ich sofort, dass sich der Wasserdruck nun besser verteilt – vor allem der untere Teil profitiert davon“, erläutert der 17-Jährige. Zwar sei die Strecke jetzt etwas eng, aber das komme seinem Fahrstil sogar entgegen. „Allerdings“, fährt Wytelus lachend fort, „leidet das Material nun ein bisschen, denn man stößt schnell irgendwo an.“

Besucher der Meisterschaft dürfen sich nicht nur auf spannenden Sport, sondern auch auf kulinarische Köstlichkeiten freuen. Neben Klassikern wie Bratwurst und Schnitzel bieten die gesundheitsbewussten Organisatoren unter anderem Fruchtquark und Salattaschen an.

 
 

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