Nach der Schule die Kelle schwingen

Nachwuchstalent Emil Tebbe, 8 Jahre alt.
Nachwuchstalent Emil Tebbe, 8 Jahre alt.
Foto: WP

Herdecke..  Junge Talente frühzeitig an den Verein binden: Das ist das Ziel der Tischtennis AG, die der TuS Ende an der Grundschule Schraberg anbietet. Im Rahmen der Kampagne „Tischtennis: Spiel mit!“ des Deutschen Tischtennis Bundes (DTB) können etwa 15 Kinder des offenen Ganztages den Umgang mit Kelle und Ball erlernen.

Im Jahr 2011 startete die Kampagne in der Pilotregion Dortmund/Ennepe-Ruhr. Der TuS Ende war von Beginn an dabei und arbeitete intensiv mit der Grundschule Schraberg zusammen. Dass diese Kooperation auch über die Pilotphase hinaus bis heute so gut funktioniert, liege auch an den idealen Bedingungen am Schraberg, erklärt Tischtennis-Abteilungsleiter Michael Schumacher vom TuS Ende: „Wir trainieren in dieser Turnhalle, die Tischtennis-Platten waren also schon vorhanden. Wir brauchten im Prinzip nur noch die Kinder über den Schulhof abzuholen.“ Neben dem bereits vorhandenen Material konnten über Förderprogramme des Tischtennisbundes noch 24 kindgerechte Kellen und zahlreiche Bälle angeschafft werden. Die Kellen sind kleiner, leichter und haben einen geringeren Griffumfang als herkömmliche Spielgeräte. „So können die jüngeren Kinder einfacher an den Sport herangeführt werden“, so Schumacher.

Auch jüngere Schüler nehmen teil

Emil Tebbe spielt aber viel lieber mit der großen Kelle - und das, obwohl er mit seinen acht Jahren in der Tischtennis AG zu den Jüngsten gehört. Gekonnt schmettert er seinem Mitspieler den kleinen weißen Ball um die Ohren. „Mir gefällt besonders, dass man ahnen muss, wo der Ball hinfliegt“, erzählt er. „Mit den großen Schlägern kann man ihn dann viel besser zurückschlagen.“ Dass Emil überhaupt schon an der AG teilnehmen darf, liegt an einer Ausnahmeregelung, wie Michael Schumacher erläutert: „Eigentlich richten wir uns an Schüler der Klassen drei und vier. Besonders talentierte Zweitklässler sind aber auch willkommen.“

Um den Teilnehmern der AG auch ein kindgerechtes Training bieten zu können, absolvierten mehrere Vereinstrainer und auch Sportlehrerin Silke Martens eine Ausbildung zum Kindertrainer. „Die Kenntnisse, die ich dort erworben habe, kann ich auch im Unterricht nutzen“, erzählt Martens.

Aktionen rund um den Sport

Während der Tischtennis-WM, die im vergangenen Jahr in Dortmund stattfand, besuchte die Lehrerin mit einigen Schülern einen Parcours in den Westfalenhallen, auf dem in verschiedenen Übungen das Tischtennisspielen geübt werden konnte. Darüber hinaus war das Spielmobil des Tischtennisbundes schon auf dem Schulhof der Grundschule zu Gast. „Wir hoffen, so den Spaß am Tischtennis bei den Kindern langfristig zu wecken“, so Schumacher. „Im Idealfall können wir sie später natürlich als Vereinsmitglieder gewinnen.“

 
 

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