Motiviert auch auf schwarzer Asche

Im Internetzeitalter sind Informationen mit einem Klick erhältlich. Alles ungeprüft für bare Münze nehmen, was man auf diese Weise erfahren kann, sollte man jedoch nicht. Manchmal schleichen sich Missverständnisse ein.

So wurde Werner Boss, Trainer des Landesligisten Hasper SV, am Tag nach dem 8:3-Erfolg beim BSV Schüren von der Online-Redaktion einer regionalen Sportzeitschrift angerufen. Was nach solch einem sensationellen Ergebnis - keines der 16 Punktspiele davor gewann der HSV - nicht verwunderte. Eine angebliche Aussage des Hasper Übungsleiters dagegen schon.

Als seine Spieler den schönen grünen Rasen in Schüren gesehen hätten, seien „die Jungs richtig motiviert gewesen“, wird der HSV-Coach zitiert. „Schließlich sind sie ja Asche gewohnt.“

Der HSV auf Asche? Jener Klub, der in Hagen am längsten auf Kunstrasen spielt?“

„Ich meinte die schwarze Asche, das Granulat, das auf unseren alten Belag aufgetragen wird“, präzisierte Boss auf Nachfrage. Nächsten Sonntag beim Kellerduell mit SW Wattenscheid wird das Hasper Kunstgrün wieder schwärzlich sein. Trotzdem sollte es dem HSV-Team nach dem 8:3 an Motivation nicht mangeln. Rainer Hofeditz

EURE FAVORITEN