Mit neuem Elan in die Rückrunde

Fußball-Bezirksliga: FSV Gevelsberg gegen TSG Herdecke
Fußball-Bezirksliga: FSV Gevelsberg gegen TSG Herdecke
Foto: WP
Die TSG Herdecke verpflichtete in der Winterpause Oliver Gottwald als neuen Trainer. Der will nun konditionelle Defizite aufarbeiten.

Herdecke..  Am 15. März startet die Bezirksliga in die Rückrunde. Bei der TSG Herdecke hat sich in der Winterpause einiges getan. Der Kader hat sich nur geringfügig verändert: Antonio Padulla kam von TuS Stockum, Jan Bednarczyk wechselte zum Liga-Rivalen FC Wetter. Neu ist seit Anfang Januar aber Trainer Oliver Gottwald, der die TSG nach der Hinrunde von Karl-Heinz Kiewitt übernommen hat, der am 2. Weihnachtsfeiertag die Brocken hingeschmissen hatte.

Gottwald hat am 1. Februar die Vorbereitung für die Rückrunde aufgenommen. Die Liga kennt er aus seiner Zeit bei der FSV Gevelsberg, und da hat er natürlich auch mitbekommen, wie die TSG gespielt hat: „Nach den Spieltagen hab ich natürlich gegen 18 Uhr immer im Internet geschaut, wie alle anderen Mannschaften gespielt haben.“

Wadenbeinbruch bei Andreas Gudd

So ganz unvorbereitet ist er daher nicht in Herdecke aufgeschlagen. Dennoch stand die Vorbereitung zunächst im Zeichen des Kennenlernens und der Bestandsaufnahme. „Wir hatten großes Verletzungspech“, bedauert Gottwald. Andreas Gudd zog sich im Spiel gegen den SV Haspe einen Wadenbeinbruch zu. „Zum Glück ist die Sache den Umständen entsprechend glimpflich ausgegangen. Es ist keine OP nötig. Andreas wird in vier oder fünf Wochen vielleicht wieder angreifen können“, berichtete der TSG-Trainer.

Neuzugang angeschlagen

Doch weitere Verletzte füllen das Herdecker Lazarett. Dardan Fazlija laboriert an einem Fingerbruch, und auch Kevin Beinsen ist angeschlagen. Neuzugang Toni Padulla ist ebenfalls noch nicht fit. Und dabei brauchen die Herdecker dringend diesen gelernten Stürmer. „Mit einem offensiven Mittelfeldspieler als einziger Spitze kann das auf Dauer nicht gut gehen. Derzeit können wir 4-2-3-1 nicht spielen“, hat Gottwald schon erkannt. „Die Mannschaft hat unbestritten ihre Qualität, aber man kann immer noch mehr rausquetschen, vor allem auf taktischer Ebene. Wir müssen zudem konditionellen Defizite aufarbeiten. Aber da müssen wir ein gutes Mittelmaß finden. Manche Spieler, die hier drei Monate Urlaub gemacht haben, haben natürlich Trainingsbedarf. Wir dürfen aber auch die angeschlagenen oder verletzungsanfälligen Spieler nicht überbelasten“, gibt Gottwald zu bedenken.

In die Rückrunde steigen die Herdecker mit einem Auswärtsspiel beim SSV Kalthof ein. „Ein Aufsteiger, der bisher alles richtig gemacht hat. Kalthof lebt vom Kollektiv und nicht von starken Einzelspielern, die man nun kennen würde“, erklärt Gottwald, der den SSV noch von vor zwei Jahren aus der Bezirksliga kennt.

Mit welcher Taktik die TSG Herdecke dann in gut zwei Wochen auf dem Kunstrasenplatz in der SSV-Arena auflaufen wird, steht noch in den Sternen. „Das machen wir allein davon abhängig, was uns an Spielern zur Verfügung steht“. Kalthof steht direkt vor der TSG auf dem vierten Platz. Gottwald will die TSG in der Rückrunde stabilisieren. „Und am Ende wollen wir immer noch auf einem einstelligen Platz stehen.“

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