Mit einem Schlag in der internationalen Liga

Jubel im Ziel über den U23-EM-Titel bei Kai Spenner und Max Rendschmidt (v.li). Neben Gold über 1000 m gab es in Portugal noch Bronze über 500 m. Foto: Ute Freise
Jubel im Ziel über den U23-EM-Titel bei Kai Spenner und Max Rendschmidt (v.li). Neben Gold über 1000 m gab es in Portugal noch Bronze über 500 m. Foto: Ute Freise
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Montemor-o-Velho/Herdecke..  Es war ein goldenes Wochenende für die deutsche Kanu-Flotte und speziell auch für den Herdecker Kai Spenner mit seinem Essener Partner Max Rendschmidt. Bei den U23-Europameisterschaften in Montemor-o-Velho/Portugal fischte das deutsche Duo eine Gold- und eine Bronzemedaille aus der Regattabahn. Besser hätte es an der Westküste Portugals nicht laufen können.

Nach ihrem Sieg beim Weltcup im Moskau im 1000-m-Zweierkajak war man gespannt auf das Abschneiden von Max Rendschmidt und Kai Spenner inmitten der europäischen U23-Elite. Am Ende war es wieder das national für Essen startende Duo, das Grund zum Jubeln hatte. Und wie beide jubelten – auch das war Spitzenklasse. Unheimlich laut und ausdauernd lang! Immer wieder schrien sie ihren Jubel heraus und klatschten die Hände ins Wasser.

Auf der windanfälligen Bahn sieben legten sie ein Rennen vom Feinsten hin und wurden mit 67 Hundertstel Sekunden Vorsprung Europameister vor Serbien und den Polen, die schon fast zwei Sekunden zurück lagen. „Das war ein Riesending, sensationell“, waren sich auch die Bundestrainer vor Ort einig. Max Rendschmidt, der im Vorjahr noch in der Juniorenklasse Weltmeister mit Tom Liebscher (Dresden) geworden war, gelang damit ein optimaler Übergang in die höchste Leistungsklasse. Und Kai Spenner katapultierte sich mit seinem ersten ganz großen Erfolg in die internationalen Liga. Verständlich, dass beide mit der portugiesischen Sonne um die Wette strahlen, zumal sie auch über 500 m zu überzeugen vermochten und noch eine Bronzemedaille gewannen. „Einfach geil. Ein perfektes Wochenende für uns. Besser hätte es nicht laufen können. Mit dem Sieg über 1000 m habe ich niemals gerechnet“, sprudelte es aus Max Rendschmidt heraus. „Wir haben uns von Rennen zu Rennen gesteigert. So gesehen war es gut, dass wir noch einen Zwischenlauf fahren mussten. Wir sind total happy, das ist der Wahnsinn“, war auch Kai Spenner begeistert: „Nie im Leben hätte ich auch über 500 m noch mit einer Medaille gerechnet. Besser hätte es einfach nicht laufen können. So gesehen, war es ein perfektes Wochenende für uns.“ Wie natürlich auch seine Eltern, für die Portugal mehr als eine Reise wert war.

Bundestrainer sehr zufrieden

Als eine der positive Überraschungen bei diesen Europameisterschaften wertete auch U23-Bundestrainer Stefan Ulm den Titelgewinn von Rendschmidt/Spenner. „Die Mannschaft hat sich hier sehr gut verkauft“, war Ulm darüber hinaus mit dem Abschneiden des deutschen Nachwuchses, der sechs Kajak-Titel holte, insgesamt sehr zufrieden: „Wir haben es geschafft, dass nunmehr Athleten parat stehen, die in der Lage sind, im neuen Olympiazyklus in die A-Mannschaft hineinzustoßen.“

 
 

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