Kollision und Strafe werfen Beckmann zurück

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Hagen/Brandenburg..  Auf dem Lausitzring in Brandenburg läutete die ADAC Formel 4 das Ende der ersten Saisonhälfte ein. Der junge Hagener David Beckmann startete zuversichtlich in die Rennen und bewies bei hochsommerlichen Temperaturen sein Talent. Mit weiteren Meisterschafts-Punkten gehörte er zu den schnellsten Rookies. In der Fahrer-Gesamtwertung liegt der 15-Jährige, der aus Altersgründen am ersten Rennen der Saison noch nicht teilnehmen konnte, mit 43 Punkten nun auf Rang zwölf. Bei den Formel4-Neulingen (Rookies) liegt er mit 120 Zählern auf Platz fünf - jeweils noch vor Kart-Dauerrivale Mick Schumacher.

Nach seinem Sieg bei der italienischen Formel4-Serie in Imola ging es für David Beckmann zurück auf deutschen Boden. Der 3442 Meter lange Lausitzring war Schauplatz der Wertungsläufe neun bis zwölf in der ADAC Formel 4. Schon während der offiziellen Testfahrten gehörte Beckmann zu den schnellsten Fahrern und war ein Kandidat für die Podestränge. Im Zeittraining lief es aber nicht wie gewünscht. „Im Vorlauf hatte ich etwas Stress und konnte mich nicht zu 100 Prozent fokussieren“, erklärte der 15-Jährige. Trotzdem erreichte er als Siebter und Sechster, mit gerade einmal anderthalb Zehntelsekunden Rückstand in seiner Gruppe, eine gute Ausgangsposition für die Rennen.

Bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke startete der erste Durchgang. Der Hagener erwischte einen guten Start und verbesserte sich direkt um einige Positionen. Als Fünfter sah er letztlich das Ziel und war zweitbester Rookie. „Das Rennen war ok, die Zeiten passten“, lautete sein Resümee. Auch im zweiten Lauf etablierte sich der jüngste Fahrer im Feld in den Top-Fünf. Doch beim Versuch seines Verfolgers an ihm vorbei zu ziehen, touchierte David Beckmann die Streckenmauer und schied aus. „Das war eine doofe Situation. Ich wollte die Lenkung etwas aufmachen, um eine Kollision zu vermeiden. Dabei bin ich auf den Dreck gekommen und hatte keine Chance mehr. Das war sehr ärgerlich, vor allem weil ich schnell war.“

Eine Chance hatte Beckmann noch im dritten Rennen tags darauf. Als Fünfter nahm er den Lauf in Angriff und hielt mit einem guten Start den Anschluss zur Spitze. Nach der Safety-Car-Phase kam jedoch die Hiobsbotschaft: David musste zu einer Durchfahrtsstrafe an die Box und fand sich am Ende des Feldes wieder. In den verbleibenden Runden blies er noch einmal zum Angriff und kämpfte sich mit Top-Zeiten bis auf Position 18 nach vorne. „Die Strafe war für mich nicht nachzuvollziehen“, sagte der junge Pilot: „Ich wurde von zwei anderen Piloten unter gelb überholt. Als einer der beiden das bemerkte, ließ er mich schnell wieder vorbei - und dafür bekam ich eine Strafe.“ Auch sein Teamchef Peter Mücke bedauerte: „Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese Strafe unberechtigt war. David hat alles richtig gemacht. Da ist die Strafe besonders ärgerlich.“ Und der junge Pilot des Mücke Motorsport Teams ist überzeugt: „Das Wochenende hat mal wieder gezeigt, wir haben das Potential, um auf das Siegerpodium zu fahren.“

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