Kanu-Event mit vielen Olympia-Teilnehmern

Jörg Baier, Kanu-Club Hohenlimburg, Kanu
Jörg Baier, Kanu-Club Hohenlimburg, Kanu
Foto: WP

Hohenlimburg..  Wie heißt es so schön in der Ausschreibung? „Wir begrüßen die etwas betagteren Fahrerinnen und Fahrer!“ Was noch lange nicht heißt, dass sie nichts mehr drauf haben. Der Kanu-Club Hohenlimburg richtet am heutigen Samstag die German Masters im Wildwasserpark Hohenlimburg aus – die deutschen Meisterschaften im Kanu-Slalom der Senioren.

Ab 9.45 Uhr werden die ersten Boote durch den Stangenwald fahren – die so genannten „Forerunner“. Dort dürfen die heimischen Kanu-Freunde wieder ein Boot begutachten, dass über viele Jahre Erfolge gefeiert hat. Der Zweiercanadier mit Holger Gerdes und Jan-Philip Eckert, die nach langer Pause wieder gemeinsam in einem Boot sitzen. Auch das derzeitige Aushängeschild des KC Hohenlimburg, Yannick Wytelus, übernimmt eine Streckenvorfahrt.

Ab 10 Uhr beginnen die Rennen um die Medaillen. Gefahren wird in den Klassen Senioren A (ab 30 Jahren), B (ab 40), C (ab 50), D (ab 60) und E (ab 70). In den Canadier-Rennen werden aufgrund der geringen Meldungen alle Klassen zusammengefasst, um die Rennen zu komprimieren.

Ehemalige Weltklasse-Fahrer

Es sind ehemalige Weltklasse-Fahrer am Start, die auf vielen internationalen Wettbewerben Edelmetall gesammelt haben. So der Zweiercanadier Marcus Becker/Stefan Henze aus Halle. 2003 waren die beiden Weltmeister, ein Jahr später holten sie Silber bei den olympischen Spielen in Athen. Noch bis 2009 fuhren die beiden auf hohem Niveau, brachten im selbigen Jahr noch eine Goldmedaille im Team von den Weltmeisterschaften mit nach Hause.

Ebenfalls ins C2-Boot steigt auch der Kanu-Chefbundestrainer Michael Trummer (Zeitz). Er nahm 1992 und 1996 an olympischen Spielen teil. Er fährt zusammen mit Manfred Berro.

Mit Kordula Striepecke (K1, Schwerte) ist eine weitere Olympia-Teilnehmerin in Hohenlimburg zu Gast. Nicht vergessen werden sollte natürlich ihre Vereinskameradin Gisela Grothaus. Die 60-Jährige holte bei den olympischen Sommerspielen in München 1972 die Silbermedaille. „Hier sind so viele ehemalige Top-Kanuten, das wird einer deutschen Meisterschaft auf jeden Fall gerecht“, so KCH-Vorsitzender Siegfried Schulte.

Aus heimischer Sicht wird es erst nach der Mittagspause interessant, denn dann gehen die drei Hohenlimburger Starter auf die Strecke. Der erste im Bunde ist Ralf Kriegel (Senioren C, K1), der seinen ersten Lauf gegen 13.50 Uhr und den zweiten Durchgang um 15.35 Uhr absolviert.

Schulte am Start

Die größten Chancen auf eine vordere Platzierung hat Jörg Baier in der gleichen Konkurrenz. Er geht um 14.11 Uhr und 15.56 Uhr an den Start. „Ein Platz unter den ersten zehn ist mein Ziel“, so der Hohenlimburger.

Bei den Senioren E (K1) geht Kanu-Papst Siegfried Schulte ins Rennen (14.34/16.19 Uhr). „Er hat die Strecke zweimal durchfahren und wird starten“, so KCH-Pressewart Joscha Kriegel. Mit seinen 74 Jahren gehört er zu den ältesten Teilnehmern.

Ab 17 Uhr beginnen die Teamwettbewerbe. Dort fährt Jörg Baier in einer Renngemeinschaft mit Ingo Röller (KVS Schwerte) und Lars Koebe (WSC Lippstadt). Die Siegerehrung ist dann für 19 Uhr im Rathaussaal angesetzt. Danach gibt es für geladene Gäste die „After-Race-Party“. Über viele Zuschauer würde sich der KCH freuen.

 
 

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