„Ich hätte gegen eine erfolgreiche Saison nichts einzuwenden“

Die langjährige Nationalspielerin Sabrina Richter fühlt sich beim Verbandsligisten SG TuRa/Hagen sehr wohl.
Die langjährige Nationalspielerin Sabrina Richter fühlt sich beim Verbandsligisten SG TuRa/Hagen sehr wohl.
Foto: WP

Hagen..  „Es läuft gut, sehr gut. Noch besser als erwartet.“ Wenn Karl-Peter Braun, Handball-Damenwart der SG TuRa/Halden, über die Integration der 147-maligen Nationalspielerin Sabrina Richter spricht, dann gerät er fast ins Schwärmen. Offenbar hat der heimische Frauen-Verbandsligist mit der aus dem ostwestfälischen Blomberg nach Hagen zurückgekehrten Rechtsaußenspielerin das große Los gezogen.

Auch Sabrina Richter (geb. Neukamp) hört sich höchst zufrieden an, wenn sie über ihre ersten vier Trainingswochen mit den neuen Kolleginnen spricht. Sie sei „sehr gut aufgenommen worden“, sagt die 30-jährige Physiotherapeutin, und es mache „sehr viel Spaß“. Gleiches gelte für den neuen Job, den die gebürtige Volmestädterin am Montag in Eilpe antrat. Zwar hat sie auch als Bundesligaspielerin in Leverkusen und Blomberg-Lippe ihren Beruf schon ausgeübt, allerdings nur neun oder zehn Stunden die Woche - wenn nicht gerade Trainingslager oder Nationalmannschaftsmaßnahmen anstanden. „Jetzt werden es statt acht Stunden am Tag auch schon mal neun oder zehn“, so Sabrina Richter. Aber wenn der Job Spaß macht, darf er auch etwas anstrengend sein.

Im sportlichen Bereich dagegen musste sie sich in den ersten Wochen an neuer Wirkungsstätte sogar etwas bremsen. Höchstes internationales Niveau und Verbandsliga-Feierabend-Handball - zwei Welten prallen aufeinander. Allerdings in bestem Einvernehmen. „Erbse passt menschlich hervorragend in unsere Truppe. Sie lässt nicht die Nationalspielerin ‘raushängen, die besser ist, sondern bindet die anderen Spielerinnen mit ein“, berichtet Braun. „Erbse“ ist Sabrinas Spitzname, seit sie zu Jugendzeiten die Kleinste beim Training war.

In der Verbandsliga wird sie eine Große sein - wenn keine Verletzung dazwischen kommt. Was machbar sein könnte, da gibt sich Sabrina Richter genauso zurückhaltend wie Peter Braun. „Natürlich hätte ich nichts gegen eine Saison einzuwenden, die erfolgreich verläuft“, sagt die Außenspielerin, die im SG-Team auch auf halbrechts eine Option ist. „Aber wir müssen uns erst einmal noch mehr aneinander gewöhnen.“

Trainerin Katharina Stein (geb. Suhr) kennt das neue SG-Ass schon lange. Als Sabrina Richter (damals Neukamp) als Jugendspielerin bei der Ruhrolympiade in der Hagener Auswahl stand, war ihre jetzige Übungsleiterin auch schon ihr Coach. Bei der Frage, ob sie sich noch an das Abschneiden erinnern könne, braucht Sabrina keine Sekunde Bedenkzeit: „Natürlich haben wir gewonnen!“ Genau wie in den ersten vier Testspielen, die bereits absolviert wurden. 28:24 gegen TV Wanne, 35:25 gegen TSG Sprockhövel, 30:13 gegen HSG Gevelsberg (jeweils Landesliga) und 26:22 gegen den HC TuRa Bergkamen (Verbandsliga) lauteten die Ergebnisse. „Gegen Bergkamen hatten wir zuvor nie gewonnen“, berichtet Braun. Möglicherweise werden auch noch andere Serien reißen.

 
 

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