HItze schreckt Michael Schaake nicht von Peakbreak ab

Michael Schaake im Vorjahr bei der Bergankunft am Kitzbühler Horn. Ab Samstag ist der SSV-Radsportler wieder beim Alpen-Etappenrennen „Peakbreak“ unterwegs.
Michael Schaake im Vorjahr bei der Bergankunft am Kitzbühler Horn. Ab Samstag ist der SSV-Radsportler wieder beim Alpen-Etappenrennen „Peakbreak“ unterwegs.
Foto: Markus foto-MAXL Flicker - http: WP

Hagen..  Auch in den Alpen ist es heiß. Richtig heiß! Was Michael Schaake jedoch nicht davon abhält, seine größte Saison-Herausforderung in Angriff zu nehmen. Zum fünften Mal in Folge geht der SSV-Radsportler bei der achttägigen Etappenfahrt „Peakbreak“ an den Start. Freitag in aller Frühe ist Abfahrt in Hagen, Samstag wird die Alpentour im österreichischen Tröpolach gestartet. Mit einem Bergzeitfahren über zwölf Kilometer. Insgesamt liegen 900 Kilometer und 19 000 Höhenmeter vor dem Volmestädter, der kürzlich seinen 60. Geburtstag feierte. Was ihm beim Peakbreak jedoch noch nicht zum Start in einer neuen Altersklasse verhilft.

Im Gegenteil: „In meiner AK II-Klasse werde ich in diesem Jahr wohl der älteste Fahrer sein“, davon geht Michael Schaake aus. Was den radsportbegeisterten Volmestädter allerdings nicht im geringsten stört. „Mir kommt es nicht darauf an, mich möglichst weit vorne zu platzieren“, sagt der SSVer, der für das Team Connex fährt. „Hauptsache, ich komme gesund und heile durch.“ Was bei den vielen Herausforderungen, die auf die Teilnehmer warten, kein Selbstläufer wird.

Mit besonderem Respekt blickt Schaake dem zweiten Tagesabschnitt entgegen. Dann geht es über den Monte Zoncolan, dessen enge Straße auf die 1900 Meter hohe Passhöhe Radsportfreunden vom Giro d’Italia bekannt ist. Auch Michael Schaake hat sie schon befahren, allerdings nicht unter Wettkampfbedingungen.

Beim Anstieg, weiß der Hagener, gibt es ein Teilstück, auf dem die Steigung stets über 20 Prozent liegt. „Da nicht abzusteigen und zu schieben ist ein Ziel, das ich umsetzen möchte“, verrät der SSVer. Die Abfahrt wird nicht minder anspruchsvoll. „Wenn man sie außerhalb eines Rennens fährt, hält man nach drei, vier Kehren an, damit das Rad vom Bremsen abkühlen kann“, weiß Schaake aus Erfahrung.

Im Wettkampf dürfte weniger materialschonend verfahren werden. Wie er es anstellen soll, dass die Felge nicht zu glühen beginnt, weiß der 60-Jährige noch nicht so recht. Aber er hat Erfahrung genug, um vor Ort kurzfristig die richtigen Maßnahmen zu treffen. Und für den Fall der Fälle ist auch noch SSV-Kollege Klaus Sattler vor Ort, der als Betreuer mit dabei ist. „Er wird mit seinem Fahrzeug nicht immer an meinem Hinterrad kleben“, blickt Schaake voraus, „aber er wird irgendwo an der Strecke stehen.“ Um, wenn nötig, helfen zu können.

Das Dach der Tour wird bei der vierten Etappe erreicht, wenn die über 2500 Meter hoch gelegene Passhöhe der Großglockner Hochalpenstraße befahren wird. Eine Premiere gibt es beim diesjährigen Peakbreak auch. Erstmals führt der Kurs nicht nur durch Österreich und Italien, sondern auch nach Slowenien hinein. Dort werden Kopfsteinpflaster-Abschnitte ein richtiges „Roubaix-Feeling“ aufkommen lassen, verspricht der Veranstalter. Und Passagen entlang der Soca, dem legendären smaragdenen Fluss der Alpen, sollen „unglaubliche Anblicke“ eröffnen. „Ein wahrer Genusstag!“, heißt es in der Etappen-Beschreibung.

Ob das angesichts von erwarteten Temperaturen jenseits der 30 Grad nicht zu viel versprochen ist, bleibt abzuwarten. Michael Schaake wird diese Frage beantworten können, wenn er Sonntag in acht Tagen in die Volmestadt zurückkehrt. „Heile und gesund“, wie er hofft.

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